
Eigener Look: Die Heckleuchten des Sportcoupés.
Normalerweise gibt es ein Modell im Segment der Klein- und Kompaktwagen je nach Wunsch mit drei oder fünf Türen. Seat geht beim neuen Ibiza aber noch einen Schritt weiter und bietet gleich zwei Karosserievarianten an. Seit letztem April ist die fünftürige Version erfolgreich auf dem Schweizer Markt vertreten, nun wird der dreitürige Ibiza mit dem sinnigen Zusatznamen Sportcoupé, kurz SC, nachgeschoben.
Im Grossen und Ganzen ist die Technik des Sportcoupés identisch mit jener des fünftürigen Bruders. Von vorn bis zur Fahrzeugmitte gibt es auch optisch keine signifikanten Unterschiede, aber danach fängt die Individualität an. Das Sportcoupé macht seinem Namen vor allem in der Heckpartie alle Ehre. Zwar ist auch der Fünftürer nicht gerade langweilig gestaltet, aber dank der geduckten Haltung, verbunden mit der tieferen Fahrzeughöhe, kommt das Sportcoupé eben doch deutlich athletischer daher.
Das gilt sogar beim Fahren - obwohl beide Karosserievarianten weitgehend mit dem gleichen Motorenrange (verschiedene Benziner und Diesel mit vorerst 70 bis 105 PS) bestellt werden können. Trotzdem sprintet das Sportcoupé mit dem identischen Aggregat jeweils 0,2 bis 0,6 Sekunden schneller von 0 auf 100. Beim Fahren merkt man das nur bedingt, weil sich der neue Ibiza markentypisch sowieso sehr agil zeigt. Irgendwie hat man zwar schon das Gefühl, mit dem Sportcoupé noch etwas rassiger unterwegs zu sein, aber der subjektive Unterschied ist so riesig auch wieder nicht.
Beim Platzangebot im Interieur und Kofferraum ist die Differenz zwischen Fünftürer und Sportcoupé ebenfalls marginal. Mit 284 Litern Standardvolumen schluckt das Sportcoupé-Heck winzige acht Liter weniger als der Fünftürer. Und der für einen Kleinwagen recht grosszügig geschnittene Innenraum ist in beiden Varianten nahezu identisch und zwar in Sachen Look und Platzverhältnisse.
Frage des persönlichen Geschmacks...
Ob man als Ibiza-Interessent jetzt eher zum Fünftürer oder zum brandneuen Sportcoupé greift, kann also gewissermassen auf rein emotionalen Gründen beruhen. Weder der Eine noch der Andere ist ein schlechterer oder besserer Ibiza. Nüchtern betrachtet mögen fünf Türen im Alltag praktischer sein, aber wer das nicht braucht, kann gerade so gut das Sportcoupé nehmen
Etwas günstigeres Sportcoupé
Der Verzicht auf zwei Türen hat sogar noch einen Spareffekt. Das Einstiegsmodell des Seat Ibiza Sportcoupés kostet mit 16'950 Franken exakt 550 Franken weniger als die identisch motorisierte und ausgestattete Basis des Fünftürers. Drei Ausstattungslinien sind bei beiden Karosserieformen erhältlich, immer ab Werk an Bord sind Annehmlichkeiten wie elektrische Fensterheber oder eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Nie von Haus aus eingebaut ist bei den Ibiza in der Schweiz dagegen ESP. Laut Seat möchten den elektronischen Schleuderschutz in dieser Klasse längst nicht alle Käufer haben und man will es den Kunden selbst überlassen, ob sie dafür einen Aufpreis bezahlen möchten oder eben nicht. Dementsprechend ist der Schweizer Ibiza im europäischen Vergleich (in Deutschland ist ESP zum Beispiel immer Serie) auch tatsächlich günstiger.
Neben dem optionalem ESP gibt es für den neuen Ibiza übrigens zahlreiche Features, die in dieser Klasse alles andere als üblich sind. Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht sind nur ein Beispiel.
| Marke, Modell |
Seat Ibiza Sportcoupé |
| Motor |
Benzin- und Dieselmotoren |
| Leistung KW/PS |
51 bis 77 KW/70 bis 105 PS |
Leergewicht ca.
|
1475 Kg |
| Masse (L x B x H) |
4,03m x 1,69m x 1,43m |
| Preis |
ab 16'950 Franken |