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U20-WM: Schweiz dank Niederreiter im Viertelfinal
U20-WM: Schweiz dank Niederreiter im Viertelfinal
Zwei Tore, 1 Assist: Nino Niederreiter

Die Schweizer Junioren haben sich an der U20-WM in der kanadischen Provinz Saskatchewan für die Viertelfinals qualifiziert. Letztmals war ihnen dies an den Titelkämpfen 2001/2002 in Tschechien gelungen.

Das Team von Köbi Kölliker gewann in Saskatoon (Ka) im letzten Vorrunden-Spiel gegen die Slowakei 4:1 und beendete die Gruppe A im 3. Rang. In der Runde der letzten acht bekommt es die SEHV-Auswahl in der Nacht auf Sonntag mit Russland zu tun.

Berner Scherwey mit der Entscheidung

Nach den erwarteten Niederlagen gegen die USA (0:3) und Titelverteidiger Kanada (0:6) setzte sich das Team von Köbi Kölliker in Saskatoon gegen Lettland (7:5) und die Slowakei (4:1) durch. Damit beendeten die Schweizer die Gruppe A im 3. Rang. Im Viertelfinal bekommen sie es in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit mit Russland zu tun.

Die Ausgangslage vor der Partie gegen die Slowakei war klar gewesen - der Sieger steht in den Viertelfinals, der Verlierer muss in die Abstiegsrunde. Zum Matchwinner der Schweizer avancierte der erst 17-jährige Nino Niederreiter, der in der 28. und 48. Minute die wegweisenden Tore zum 2:0 erzielte.

Nachdem die Slowaken durch Richard Panik auf 1:2 (54.) verkürzt hatten, machte Tristan Scherwey in der 57. Minute im Powerplay alles klar. Das von Mauro Jörg ins leere Tor erzielte 4:1 (58.) war nur noch Zugabe.

Starker Goalie Conz

Niederreiter erklärte, dass sie wegen dem Fehlen von Josi uns Sbisa am Anfang alle etwas unsicher gewesen wären, sich gefragt hätten, ob sie das hinkriegen würden. "So sind wir aber zusammengewachsen und haben sehr solide gespielt." Beim letzten Treffer liess sich Niederreiter noch einen Assist gutschreiben; der Stürmer der Portland Winterhawks hatte bereits am Vortag beim erknorzten 7:5-Sieg gegen Lettland drei Skorerpunkte (1 Tor/2 Assists) realisiert.

Eine starke Leistung zeigte auch Benjamin Conz. Der Torhüter der SCL Tigers wehrte 40 Schüsse ab. Seinem Gegenüber Tomas Halasz gelangen 26 Paraden. Im vergangenen Jahr hatten die Slowaken die U20-WM auf dem 4. Platz abgeschlossen.

Kölliker sehr zufrieden - Schweizer "Stars" verletzt

"Wir haben heute sehr gut gearbeitet und uns an den 'Gameplan' gehalten", sagte Kölliker. Der 56-Jährige lobte zudem die Disziplin und den Charakter der Mannschaft. Sie hätten sich gut auf die Slowaken einstellen können. Es sei eine reife Leistung gewesen, fuhr Kölliker fort. Die starke Vorstellung der SEHV-Auswahl ist umso höher einzustufen, als sie ohne die Leistungsträger Luca Sbisa und Roman Josi auskommen musste. Sbisa verletzte sich in der Partie gegen Kanada an der Bauchmuskulatur. Für den Teamcaptain ist die WM zu Ende, er wird sich in der Schweiz genauer untersuchen lassen. Josi brach sich gegen Lettland den Finger, sein Einsatz im Viertelfinal ist ungewiss.

Gegen Russland Aussenseiter

Gegen Russland ist die SEHV-Auswahl Aussenseiter. Und genau darin sieht Niederreiter die Chance, denn er ist überzeugt, dass sie von den Russen unterschätzt werden. "Wenn wir so wie heute spielen, solid und einfach, dann liegt sicher etwas drin." Sie könnten befreit auftreten, und das sei das Schönste. Kölliker fügte hinzu, dass sie es im Moment geniessen könnten, sie jedoch nur ein schönes Zwischenziel geschafft hätten. "Die Mannschaft hat sicher gesehen, dass sie zu Grossem fähig ist."

Kanada und Schweden im Halbfinal

Die zweite Viertelfinal-Paarung lautet USA gegen Finnland. Titelverteidiger Kanada und Schweden haben als Gruppensieger direkt die Halbfinals erreicht. Die Schweiz würde im Falle eines Sieges gegen Russland am 3. Januar auf Gastgeber Kanada treffen. Tschechien und die Slowakei starten mit drei Punkten in die Relegationsrunde, Lettland und Österreich als zweiter Aufsteiger neben der Schweiz beginnen den Kampf gegen den Abstieg ohne Punkte. Die beiden Letzten steigen ab.(Si)

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