28.06.2009
Mosley will Todt als Nachfolger

FIA Praesident Max Mosley (GBR) und der ehemalige Ferrari Teamchef Jean Todt.
Ein Streit um die Nachfolge von FIA-Präsident Max Mosley und das künftige Formel-1-Machtgefüge bedroht den brüchigen Frieden in der "Königsklasse".
Der von den Rennställen zum Amtsverzicht gedrängte Mosley will sich nicht einfach beiseiteschieben lassen und kämpft mit allen Mitteln um seinen Einfluss auf die Formel 1. Neuester Schachzug: Der ehemalige Ferrari-Teamchef Jean Todt, ein Vertrauter des Briten, soll laut "Sunday Times" das Amt als Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA übernehmen. Die Teams, die einen "unabhängigen Kandidaten" fordern, wären erneut brüskiert.
Der 63-jährige Todt hatte Ferrari im März nach 16 Jahren im Unfrieden verlassen und gilt als Gegner von Ferrari-Boss Luca di Montezemolo. Als Chef einer gemeinnützigen Organisation, die sich um die Weiterentwicklung von Sicherheitstechnologien in Autos bemüht, hat Todt engen Kontakt zur FIA und Mosley.