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FORMEL 1
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Zweifel ohne Ende: Formel Ungewissheit
Zweifel ohne Ende: Formel Ungewissheit
Max Mosley ist weiter auf Konfrontationskurs

Der erste Neueinsteiger zweifelt schon, die Alteingesessenen schweigen noch: Nach den neuesten scharfen Attacken von Weltverbandschef Max Mosley fährt die Formel 1 weiter ungewissen Zeiten entgegen.

Bislang reagierte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo öffentlich nicht auf die Verbal-Angriffe des FIA-Präsidenten, mit denen der Brite womöglich eine neue Lunte ans Formel-1-Pulverfass gelegt hat. In der Rennsportwelt nehme ohnehin niemand di Montezemolo ernst, spottete Mosley über seinen Gegenspieler im gerade erst beigelegten Königsklassen-Krach.

Der Italiener muss nun innerlich kochen. Nur kurz vor Mosleys persönlicher Anfeindung in einem Interview mit der Mail on Sunday hatte di Montezemolo zum Ende der Polemik aufgerufen. Viel mehr gab es vom Ferrari-Chef bislang nicht zu hören. Über den Inhalt eines Briefes an Mosley brachten selbst italienische Zeitungen offenbar nichts in Erfahrung. "Ich gehe nicht davon aus, dass sich Luca entschuldigen oder ausblenden wird, wie er das vielleicht tun sollte", meinte Mosley, der seinem Widersacher vorwirft, ihm sinngemäss einen diktatorischen Führungsstil unterstellt zu haben.

Concorde Agreement noch nicht unterzeichnet

Die Platzhirsche bleiben also auf Konfrontationskurs und leisten damit neuen Sorgen Vorschub, dass der für abgewendet gehaltene Totalschaden doch noch eintreten könnte. Sicher ist derzeit wohl nur: Nichts ist sicher. Der schon als Neueinsteiger in der offiziellen Startliste für 2010 vermeldete Manor-Rennstall aus Grossbritannien rätselt derzeit ob der ständigen Kehrtwenden. "Jedes Mal, wenn du denkst, du hast alles geregelt, ändert es sich wieder. Es ist, als ob man auf Treibsand geht", meinte Teamchef John Booth bei autosport.com.

Knackpunkt Nummer 1: Das neue Concorde Agreement, das unter anderem die Verteilung der Gelder regelt. Noch immer ist es nicht unterschrieben, auch wenn die Teamvereinigung FOTA mit einem 500-seitigen Entwurf längst in Vorlage gegangen ist. Knackpunkt Nummer 2: Die Budgetgrenze von 45 Millionen Euro, die es nun doch nicht geben wird. Unter eben dieser Voraussetzung hatten sich Manor wie auch andere Kandidaten eingeschrieben. "Das macht es natürlich für uns schwerer", sagte Booth, selbst wenn er sich zuversichtlich gab. Aber: "Ehrlich gesagt, ist es fast unmöglich, einen Kommentar abzugeben."

Plan B mit Jean Todt

Schon längst verschlägt es auch der Öffentlichkeit die Sprache in dem Dauerzoff um die Zukunft der PS-Königsklasse, die sportlich in knapp zwei Wochen auf dem Nürburgring wieder durchstarten will. Endlich. Doch alles andere als geräuschlos wird wohl auch der Deutschland-Grand-Prix nicht über die beschauliche Eifel-Bühne gehen. Ungeklärt ist, mit wem bei der FIA die FOTA-Teams Ferrari, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, BrawnGP, Renault, Toyota, Red Bull und Toro Rosso künftig in Sachen Formel 1 verhandeln. Mosley besteht darauf, weiter das Sagen zu haben und wehrt sich gegen Darstellungen, dass FIA-Senatschef Michel Boeri neuer Ansprechpartner sei.

Hinzu kommt Mosleys Ankündigung, möglicherweise nun doch seine fünfte Amtszeit im Oktober in Angriff zu nehmen und sein Plan B, den ehemaligen Ferrari-Teamchef Jean Todt als Nachfolger zu installieren. "Sie haben den Fehler gemacht, auf meinem Grab zu tanzen, bevor ich unter der Erde war", zitierten britische Medien den 69-jährigen Mosley. Es folgte die unmissverständliche Drohung: "Ich werde tun, was immer ich tun muss."

 
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