Nach dem unerwarteten Punktegewinn in Barcelona keimt für die Basler die Hoffnung wieder auf: Die Bebbi könnten ein Schlupfloch finden, um im europäischen Fussball zu überwintern. Zwei Spiele vor Ende der Gruppenphase Barcelona bereits für die Achtelfinals im Frühjahr qualifiziert. Auch der zweite Platz und der Verbleib in der Champions League ist am Rheinknie ausser Reichweite geraten.
Sporting Lissabon hat das zweite Ticket gelöst, und liegt mit neun Punkten uneinholbar vor Schachtjor und dem FCB. Schützenhilfe für die Uefa-Cup-Qualifikation haben die Basler aber von den Portugiesen erhalten. Dank den beiden 1:0-Siegen von Sporting Lissabon gegen Shaktar Donetzk büsste der FCB auf die Ukrainer keine Punkte ein. So bleibt Basel mit einem Punkt zwar Schlusslicht der Tabelle, ist aber lediglich zwei Punkte hinter Donezk, und kann sich so legitime Hoffnungen auf der dritten Rang machen.
Rennen um den dritten Platz offen
Nachdem sich die Basler für die 0:5-Pleite gegen Barcelona rehabilitiert haben, treffen sie in der nächsten Runde auf Schachtjor Donezk. In der Tabelle weisen die Ukrainer drei Punkte auf, und zwar jene die sie im ersten Spiel in Basel ernten konnten. Die Basler sehnen die Revanche herbei.
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Um die Ukrainer vom Uefa-Cup-Platz zu stossen, brauchen die Bebbi in Osteuropa nach dem Achtungserfolg in Barcelona eine weitere Fussballsensation. Ja, Sensation - denn bei der ersten Begegnung gegen Donezk sahen Gross' Männer nicht besonders gut aus. Nach enttäuschenden 90 Minuten gingen sie sang- und klanglos 0:2 unter. Doch der Punktgewinn gegen Barcelona zeigt, dass vor allem in der Champions League stets Überraschungen fallen. Schliesslich hat Famagusta auch Inter Punkte abgetrotzt, Cluj die Römer besiegt und ebendiese Chelsea einen herben Bremser zugefügt. Warum sollte also der FC Basel nicht an die Möglichkeit eines Auswärtserfolgs in der Ukraine glauben? Ein Unentschieden liesse im Rennen um Platz drei noch alles offen, wobei im letzten Gruppenspiel der FC Basel auf Schützenhilfe vom bereits qualifizierten und möglicherweise abgelenkten Barcelona zählen müsste. Eine Niederlage in Donezk würde die Hoffnung bereits vor dem letzten Heimspiel gegen Sporting Lissabon im Keim ersticken - wodurch das spiel im St.-Jakobs-Park zur Makulatur avancieren würde.
Stars, Show und volle Kassen oder doch lieber Erfolg?
Dass die grossen europäischen Namen im Vereinsfussball auch ausserhalb der Champions League auftreten, ist den Schweizer Clubs bewusst - Zürich traf dieses Jahr im Uefa-Cup auf das Starensemble von der AC Milan, während Bellinzona eine Reise auf den Bosporus antreten konnte, um gegen den türkischen Tradizionsverein Galatasaray zu spielen. Den einen oder anderen grossen Club erwischt es immer, und eine verschlafene Saison bedeutet für die verwöhnten Stars den peinlichen Gang durch den Uefa-Cup. Letztes Jahr erwischte es Bayern München - dieses Jahr eben die Mailänder.
Der FC Basel könnte also durchaus auf einen attraktiven Gegner treffen, denn im Rennen sind noch Teams wie Schalke, Manchester City, Benfica, Sevilla und Tottenham. Rein finanziell würde ein Top-Gegner wieder für volle Kassen beim FCB sorgen. Aber nachdem man die Stars gesehen hat und an ihnen gescheitert ist, sollte sich der Basler doch lieber einen weniger glamourösen Gegner wünschen - so könnte man auch sportlich Erfolge feiern.