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Schuster nach Real-Pleite unter Druck
Schuster nach Real-Pleite unter Druck
Bernd Schuster ist derzeit nicht zu beneiden

Bernd Schuster gerät bei Real Madrid zunehmend unter Druck. Nach enttäuschenden Leistungen in der Primera División und der 0:2-Heimpleite gegen Juventus Turin in der von der Clubspitze zur Priorität erklärten Champions League schiesst sich die spanische Presse mehr und mehr auf den deutschen Fussball-Lehrer ein.

"Schuster hat die Kontrolle über ein Schiff verloren, das langsam unterzugehen droht. Es wird Zeit, dass jemand mit der Faust auf den Tisch haut", forderte "As". Während Juventus dank des als "Alex, der Matador" gefeierten Doppeltorschützen Alessandro del Piero mit dem ersten Sieg in Madrid seit 46 Jahren als dritter Club nach dem FC Barcelona und Sporting Lissabon ins Achtelfinale einzog, muss Real um dieses Ziel noch bangen. Prompt werden sämtliche Qualitäten des im Sommer noch als Meistertrainer gefeierten Schuster in Frage gestellt.

"Es fehlt eine klare Linie. Schuster stellt mal diesen Spieler auf, mal jenen, aber ohne taktisches System", monierte "El País". So werde es nichts mit dem anvisierten zehnten Europacup-Triumph: "In Spanien kann Real sich vielleicht von Spiel zu Spiel durchwursteln, aber für Europa reicht es nicht."

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Van der Vaart lange auf der Bank

Auch "Marca" ("Schuster bleibt bei seiner Extravaganz und überrascht mit seinen Auswechslungen") übte offen Kritik an den Personalentscheidungen des Deutschen, der den zum Edelreservisten degradierten 16-Millionen-Einkauf Rafael van der Vaart 82 Minuten auf der Bank schmoren liess und DFB-Auswahlakteur Christoph Metzelder erneut auf die Tribüne beorderte, obwohl mit Pepe ein Innenverteidiger verletzt fehlte.

"Dicke Fehler in der Abwehr, Impotenz im Angriff", stellte "As" fest und schloss die Spieler in die Kritik mit ein. Die Fans hätten Schuster eine "erste Verwarnung" erteilt und werden "nun weniger Geduld mit ihm walten lassen".

Schuster trotzt der Kritik

Der von Personalsorgen geplagte Coach, dessen Forderung vor Saisonstart nach Verstärkungen im Sturm nicht erfüllt wurde, sieht sich erst Recht nach Arjen Robbens sechswöchiger Zwangspause (Muskelfaserriss in der Wade) bestätigt und wehrt sich. "Das Ergebnis gibt nicht den Spielverlauf wieder. Wir waren haushoch überlegen." Er versprach Siege in den ausstehenden Spielen. "Dann werden wir sehen, ob wir Erster oder Zweiter in unserer Gruppe sind."

Schon weiter ist Turin, weil der "galaktische Alex" ("La Stampa") aus der Distanz mit zwei Kunstschüssen erfolgreich war. "Alex bringt Madrid mit zwei märchenhaften Toren zum Weinen. Ein Del Piero zum Verrücktwerden", titelte der "Corriere dello Sport". Seitens der Real-Anhänger gab es bei dessen Auswechslung in der 90. Minute sogar Standing Ovations.

 
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