Die Signale stehen auf Trennung - es scheint, als wären die Tage von Mark van Bommel beim FC Bayern mit Vertragsauslauf am Ende der Saison gezählt. Doch arbeitslos würde der Aggressiv-Leader sicherlich nicht. Schon jetzt stehen einige Interessenten parat. Ganz heiss im Rennen ist offenbar der HSV.
Perfekt für Petric und Co.?
Das berichtet zumindest die WELT. Denn beim HSV, das bewiesen die Niederlagen in Wolfsburg, Hoffenheim, Hannover und jüngst in Berlin, fehlt ein Leitwolf, ein Spieler, der die Mannschaft in kritischen Situationen aufbaut und führt. Ein Mann wie van Bommel, der unter Jürgen Klinsmann beim FC Bayern häufig nur Edelreservist war, wäre ein Mann für solche Fälle.
Gegenüber der WELT wollte sich HSV-Coach Martin Jol nicht zum Interesse seines Clubs an dem Niederländer äussern, meinte aber vielsagend: "Im Sommer ist Mark ablösefrei." Bekannt ist, dass Jol grosse Stücke auf seinen Landsmann hält, vor allem seine grosse Erfahrung und Führungsqualitäten zu schätzen weiss.
Van Bommel wartet ab
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Der HSV ist nicht der einzige Club, der um den Sechser buhlt. Auch Schalke 04 soll Interesse haben. Kein Wunder, dass van Bommel relaxt in die Zukunft und auch den Anfang Dezember anstehenden Gesprächen mit Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeness entgegen blickt. "Ich gehe davon aus, dass sie mir dann Bescheid geben werden, ob mich der Verein weiter beschäftigen will oder nicht", erklärte er kürzlich entspannt.
Doch die Ära des Mittelfeldspielers wird sich an der Isar wohl dem Ende entgegen neigen. Denn bemerkenswert ist schon, dass ein amtierender Kapitän so lange hingehalten wird, bis ihm mitgeteilt wird, ob der Club weiter auf ihn baut. Angeblich soll man sich mit Anatoliy Tymoschuk von Zenit St. Petersburg bereits einig sein.
''...dann geht er zu einem anderen Verein''
"Wir warten darauf, dass der FC Bayern uns seine Pläne darlegt. Wenn sie Mark nicht mehr wollen, dann geht er zu einem anderen Verein. So ist das im Fussballgeschäft", erklärte sein Berater Rob Jansen der WELT. Der HSV würde ihn mit offenen Armen empfangen. Denn um sich langfristig oben zu etablieren, braucht der Verein nach dem Abgang von Rafael van der Vaart wieder einen Leader.
Erfahrungen mit schwierigen Typen haben die Hamburger. Auch Frank Rost galt vor seinem Wechsel von Schalke im Januar 2007 als solcher. Doch der Keeper erwies sich als Glücksgriff und absoluter Leistungsträger.