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Stuttgart: Heldt nimmt die Spieler in die Pflicht
Stuttgart: Heldt nimmt die Spieler in die Pflicht
Horst Heldt ist sauer

Nur zwei Punkte aus den letzten vier Spielen und der Sturz auf Rang elf - nackte Zahlen, die beim VfB Stuttgart die Alarmglocken schrillen lassen und den Sportdirektor auf den Plan rufen. Horst Heldt droht seinen Spielern mit harten Konsequenzen.

"Wenn ich sehe, dass es Leute gibt, die sich jetzt verstecken wollen, werde ich handeln. Da verstehe ich keinen Spass. Diese Leute haben ein Problem, was ihre weitere Karriere beim VfB betrifft", wetterte er in der Stuttgarter Zeitung und forderte Im Angesicht der Krise hundertprozentige Geschlossenheit: "Keiner darf sich zu wichtig nehmen und seine Interessen in den Vordergrund stellen. Egoisten können wir nicht brauchen. Es zählt nur das Team."

Keine Alibis für die Spieler

Eine Debatte um Trainer Armin Veh, der nach dem schwachen 0:0 am vergangenen Samstag gegen Arminia Bielefeld selbst von einer Krise gesprochen hatte, vermied Heldt aber wohlweisslich. "Diese Diskussion fange ich gar nicht an. Ich werde nicht sagen: Trainer, du stehst an vorderster Front - also lass dir endlich mal was einfallen", betonte Heldt. "Damit würde ich den Spielern nur ein Alibi liefern, und das bringt uns nicht weiter." Dennoch stehe auch Veh nicht ausserhalb jeder Kritik: "Natürlich muss sich das Trainerteam, wie wir alle, an Resultaten messen lassen."

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Da der Club nicht in "blinden Aktionismus verfallen" dürfe, befinde Heldt sich "nach wie vor in der Analyse", erklärte der 38-Jährige. "Es gibt Defizite, aber die sind unterschiedlich gelagert. Deshalb dürfen wir nicht alles über einen Kamm scheren. Da sind alle gefordert, die ganze sportliche Abteilung vom Zeugwart bis zu den Physiotherapeuten und jeder einzelne Spieler, egal ob er gesund oder verletzt ist."

Ziele bleiben hoch gesteckt

Mit fehlender Qualität der Mannschaft hat die Misere nach Ansicht Heldts nichts zu tun. "Wir haben eine Mannschaft, die nicht nur vom Gehaltsniveau her mit der Spitzengruppe in der Bundesliga mithalten kann", betonte er. Daher wolle der VfB sich auch nicht von seinen ehrgeizigen Ambitionen verabschieden. "Schliesslich ist für uns nichts verloren. Wir können noch alle Ziele erreichen - in der Bundesliga, im DFB-Pokal und auch im UEFA-Cup", sagte Heldt.

Deutlich äusserte sich Heldt erneut zu den wieder aufflammenden Wechselgerüchten um VfB-Stürmer Mario Gomez. "Ich kann zu 100 Prozent ausschliessen, dass Mario in der Winterpause geht. Alles andere werden wir sehen", sagte der VfB-Manager der Bild.

 
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