02.07.2009
Air Sion weiter in Turbulenzen?

Sion-Trainer Didier Tholot
Der FC Sion hat eine aufwühlende und ereignisreiche Saison hinter sich. Vom Grosserfolg mit dem 11. Cupsieg der Vereinsgeschichte über vier Trainerwechsel bis hin zur Beinahe-Katastrophe, als man nur knapp die Barrage, oder gar den Abstieg, verhindern konnte.
Stetiges Auf und Ab
Selten hat man bei den Wallisern eine solche bewegte Saison erlebt. Mit grossen Ambitionen startete man in die Super League Saison 2008/2009. Mit Essam El-Hadary, Afrikas Torhüter des Jahres 2006, gelang dem Präsidenten Christian Constantin ein Transfercoup. Auch die Verpflichtungen von Olivier Monterrubio und Alvaro Dominguez verprachen Grosses. Monterrubio war dreimal bester Vorbereiter in der franzöischen Ligue 1, und Dominguez ist aktueller kolumbianischer Nationalspieler. Doch die Multikulti-Truppe fand während der ganzen Saison nie wirklich zu einer Einheit. Grossartige Siege wie das 2:0 gegen Basel zu Saisonbeginn wechselten sich mit katastrophalen Auftritten, wie beim 0:5 gegen die Berner Young Boys, ab.
''El Presidente" greift ein
Zu viele Niederlagen setzte es für die Walliser ab, was dazu führte, dass auch der Präsident wieder einmal aktiv wurde. Bereits im November wurde der Deutsche Uli Stielike entlassen und „El Presidente" setzte sich gleich selbst auf den Schleudersitz, genannt Trainerstuhl. An Weihnachten folgten Christian Zermatten und Umberto Barberis. Jedoch stellten auch sie Constantin nicht zufrieden. Am 13. April übernahm ein altbekannter den Posten. Didier Tholot, einst selbst Spieler und schon einmal Trainer beim FC Sion. Mit ihm gelang auch dem Klub, ein bisschen Stabilität herzustellen und den fast schon obligaten Cupsieg zu gewinnen. Wie schon 2006 schlug Sion YB, mit 3:2 nach einem 0:2 Rückstand und reiste triumphal in die Heimat zurück. Nach diesem Erfolg wurde der Klassenerhalt letztendlich auch noch gesichert und der FCS beendete die Saison auf Rang 8.
Was passiert 2009/2010?
Überraschenderweise wird auch nächste Saison Didier Tholot auf dem Trainerstuhl Platz nehmen. Seine Arbeit scheint gut bei Constantin anzukommen. Wie lange dies so bleibt muss abgewartet werden. Im Bereich des Kaders gab es bisher einige gravierende Änderungen. Der „Buffon Afrikas", Essam El-Hadary, wird nach einem ewig währenden Transferstreit die Sittener verlassen. Mittelfeldstratege Olivier Monterrubio zieht es zurück in seine Heimat Frankreich. Stürmer Alvaro Saborio wird die Walliser genauso verlassen, wie möglichweise auch Alvaro Dominguez, Didier Crettenand, Virgile Reset oder Serey Die.
Streit mit der FIFA
Da die FIFA gegen den FC Sion ein Transferverbot verhängte, ist unklar, ob es überhaupt Neuzugänge geben wird. Präsident Constantin kauft dennoch fleissig ein. Er begründet dies, dass die Transferaktivitäten der Sittener von der Olympique des Alpes SA geregelt werden und nicht vom Klub Sion selber. Bis jetzt sollen Tariq Chihab (von Xamax), der lettische Nationalgoalie Andris Venins, Julian Esteban (von Rennes), Branislav Micic (Union Royale Namur), Alexander Mitreski (1.FC Nürnberg) und Yusuf Mohammed (Nigeria) als Neuzuzüge feststehen. Ob das dann tatsächlich so ist, bleibt abzuwarten. Im Gespräch beim FC Sion sollen auch Tulio (Urawa Red Diamonds) und Bryan Bergougnoux (Toulouse) sein.
Prognose Redaktion sportal.ch: Platz 7
Der FC Sion verliert durch die Abgänge von El-Hadary, Monterrubio und eventuell Dominguez, Reset und Serey Die wichtige Teamstützen. Diese können nicht kompensiert werden. Dafür wird Coach Tholot für eine bessere, homogenere Mannschaft sorgen, die auf dem Platz für- und miteinander kämpft. Der FC Sion wird sich wieder mit dem Abstiegskampf beschäftigen müssen und landet am Ende der Saison im hinteren Mittelfeld.
Prognose Georges Bregy: Platz 5
"Präsident Christian Constantin wird sich auch in Zukunft bei den Transfers durchsetzen. Der Neueinkauf Mitreski wird sehr stark sein. Durch den Verbleib von Didier Tholot als Trainer wird mehr Ruhe in den Verein kommen. Die Abwanderung von Monterrubio, der für mich zu wenig gemacht hat im Spiel von Sion, kann durch Goran Obradovic super ersetzt werden. Er wird der neue Spielmacher sein, der von Tholot gesetzt ist. Meiner Meinung nach wird auch Essam El-Hadary nicht wirklich fehlen, da er mich, über die ganze Saison gesehen, nie wirklich überzeugt hat."
Übersicht Abschlusstabelle ASL-Saison 2009/2010:
| Teams |
Tipp sportal.ch |
Tipp Bregy |
| FC Zürich |
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| Young Boys |
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| FC Basel |
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| Grasshoppers |
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| FC Aarau |
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| AC Bellinzona |
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| Xamax Neuenburg |
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| FC Sion |
Platz 7 |
Platz 5 |
| FC Luzern |
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FC St. Gallen
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Von Florian Brauchli
Hinweis: sportal.ch wird in den kommenden Tagen täglich einen Verein unter die Lupe nehmen. Morgen: Der FC St. Gallen!