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Mit dem Publikum im Rücken zum Ligaerhalt?
Mit dem Publikum im Rücken zum Ligaerhalt?
Moreno Merenda soll auch in der Super League für die nötigen Tore sorgen

Der FC St. Gallen ist zurück im der Super League. Für den Schweizer Fussball ist dies ein Segen. Ein Traditionsverein, hinter dem eine ganze Region steht, gehört ins Oberhaus - so der einstimmige Tenor. Abheben werden die Ostschweizer aber nicht. So sagt FCSG-Urgestein Marc Zellweger: „Der Ligaerhalt ist das grosse Ziel."

Der Schock sass tief

Alles wäre perfekt angerichtet gewesen im Sommer 2008. Das neue schmucke Stadion wurde rechtzeitig fertig und die Fans freuten sich auf unvergesslichen Spiele in der AFG Arena. Doch es kam alles anders. Nach einer desaströsen Saison musste der FC St. Gallen den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. In der ganzen Ostschweiz schüttelte man ungläubig den Kopf. Wut, Trauer und Frustration machten sich breit.

Der treue St. Galler Anhang

Die Tristesse wich aber bald einer grossen Euphorie. Obwohl die Gegner Biel, Yverdon oder Wohlen hiessen, strömten die Anhänger zahlreich ins neue Zuhause und unterstützten ihre Mannschaft nach Kräften. Die durchschnittliche Zuschauerzahl lag bei über 10'000 Leuten. Nur gerade YB und der FC Basel konnten eine noch höhere Zahl vorweisen - in der Super League nota bene.

Der Aufstieg der Ostschweizer zeichnete sich schon früh ab. Es lief alles auf einen Zweikampf mit dem FC Lugano hinaus. Dieser stolperte aber kurz vor Ende der Meisterschaft und machte so den Weg für die "Olma-Kicker" frei. Diese liessen sich nicht zweimal bitten und feierten in Basel, nach dem Spiel gegen Concordia, ausgelassen den Aufstieg. Wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hatte Trainer Uli Forte. Der Zürcher schaffte es, ein homogenes Team ohne grosse Stars zu formen und Super League-tauglich zu machen.

Verstärkungen ja, aber nur gezielt

Nun versuchen sich die Olma-Städter gezielt zu verstärken. Mit Kristian Nushi ist so ein Transfer bereits gelungen. Der wirblige Mittelfeldspieler soll auf den Seiten für  Tempo sorgen. Dazu hat man Mario Frick geholt, einen Stürmer mit einem prall gefüllten Erfahrungsrucksack, den er sich in Italien angeeignet hat. Der Liechtensteiner soll vorne neben Moreno Merenda für die Tore sorgen. Der eine oder andere Neuzugang wird in den nächsten Wochen wohl noch präsentiert werden.

Den Verein verlassen haben bisher Thomas Weller (nach Schauffhausen) und Juan Pablo Garat, der nach Argentinien in seine Heimat zurückkehren wird. Ausserdem musste Publikumsliebling Alex Tachie-Mensah seine Karriere erst kürzlich wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme beenden.

Prognose sportal.ch-Redaktion: Platz 9

Auch wenn in der ganzen Ostschweiz eine riesige Euphorie entfachen wird, gelingt es dem FCSG nicht, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Wie schon vor zwei Jahren wird es ein ständiges Auf und Ab geben, wo es am Schluss St. Galler wieder trifft - sie müssen erneut in die Barrage. Es fehlen dem Team gestandene Spieler, welche die junge Mannschaft in den entscheidenden Momenten führen können.

Prognose Georges Bregy: Platz 7

"Der FC St. Gallen hat mit seinem treuen und zahlreichen Publikum den zwölften Mann im Rücken. Der Kampfgeist in der Mannschaft ist enorm, dieses Team wird niemals aufstecken. Die grossen Namen fehlen zwar noch, aber wer weiss wer den FCSG in der nächsten Saison noch verstärken wird. Die Unbekümmertheit wird Fortes Team auf Rang 7 führen."

Übersicht Abschlusstabelle ASL-Saison 2009/2010:

 

Teams Tipp sportal.ch Tipp Bregy
FC Zürich
Young Boys
FC Basel
Grasshoppers
FC Aarau
AC Bellinzona
Xamax Neuenburg
FC Sion Platz 7 Platz 5
FC Luzern
FC St. Gallen
Platz 9

Platz 7

 
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