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Super-Drogba schiesst Arsenal ab
Super-Drogba schiesst Arsenal ab
Didier Drogba konnte auch von William Gallas nicht im Zaum gehalten werden

Viele Spieler der Premier League dürfte es nicht geben, die sich auf einen Besuch des FC Arsenal freuen. Didier Drogba dagegen dürfte sich solche Tage rot im Kalender anstreichen. Beim 2:0 (2:0)-Sieg des FC Chelsea traf der Stürmer gleich zweifach und entschied somit das Spiel - allerdings auch dank tatkräftiger Mithilfe von Schlussmann Petr Cech.

Vor dem Spiel geriet die Stamford Bridge zum John-Terry-Schrein - nach der Demission ihres Kapitäns bei der Nationalmannschaft demonstrierten die Blues-Fans ihre Unterstützung für den Abwehrspieler, dem wegen seiner Affäre mit der Ex-Freundin von Mitspieler Wayne Bridge von National-Coach Fabio Capello das Kapitänsamt der Three Lions entzogen wurde.

Terry war es danach auch, der wenig später zum 1:0 für seine Blues beitragen konnte, eine Flanke von Florent Malouda verlängerte er mustergültig zu dem am langen Pfosten lauernden Didier Drogba, der seinen Fuss nur noch hinhalten musste (8. Minute). Damit schlug der Gunners-Albtraum erneut zu - Drogba hatte auch in den neun Partien zuvor gegen Arsenal zehn Mal treffen können.

Drogba schlägt erneut zu

So richtig wollten die Gäste allerdings nicht zurückstecken und so musste sich Chelsea des Öfteren bei Torwart Petr Cech bedanken, dass die Führung bestand hatte. So klärte er unter anderem gegen Andriy Arshavin (17.) in gewohnt bestechender Form.

Doch jubeln konnten nach 23 Minuten wieder die Gastgeber - ein von Arshavin verspielter Ball landete bei Frank Lampard, der sofort drei Gänge hochschaltete und in vollem Lauf Drogba einsetzte, der mit einem perfekten Linksschuss aus fünf Metern Gunners-Keeper Manuel Almunia keine Chance liess. Für Arsenal-Verteidiger Gael Clichy schien das Tempo bei diesem Konter zu hoch, sein Zweikampf-Versuch gegen den Torschützen wirkte allenfalls halbherzig.

Aber von an die Wand spielen konnte auch weiterhin keine Rede sein, Arsenals Angriffe wirkten allerdings meist nicht zwingend genug. Wenn sie doch einmal eine Gefahr darstellten, war Cech zur Stelle. Und so gewann der Beobachter schnell das Gefühl, dass für die Blues nichts mehr anbrennen konnte, zumal ernsthafte Möglichkeiten auf beiden Seiten bis zur Halbzeit - trotz eines unterhaltsamen Spiels - Mangelware blieben.

Auch der Regen bringt nichts Neues

Nach der Halbzeit blieb das Bild fast unverändert - lediglich Regen hatte sich jetzt zu den 22 Spielern hinzugesellt. Doch kurz nach Wiederanpfiff drohte jemand den Platz zu verlassen: Ausgerechnet Drogba musste die Physiotherapeuten der Blues in Anspruch nehmen, doch nach einigen Schreckminuten für die Chelsea-Fans konnte der Schrecken der Gunners weitermachen.

Für Schrecken bei den Gastgebern sollte ab der 63. Minute indes ein anderer sorgen - Nicklas Bendtner betrat nach langer Verletzungspause wieder einen Premier-League-Rasen. Ein Foul Ricardo Carvalhos an dem Dänen führte zum Freistoss Cesc Fabregas, der zum Test Cechs führte. Doch der Keeper liess sich nicht beirren und tauchte hervorragend ab (69.).

Blues feiern Drogba

Auf der anderen Seite bestimmte wieder ein Mann die Schlagzeilen. Zunächst schien Drogba seine Leistung zu krönen, doch der krachende Freistoss in der 83. Minute überraschte zwar Almunia, schlug allerdings nur krachend gegen die Latte. Zwei Minuten später fand Fabregas nur den Trikotzupfer als Mittel zu dem an der Grundlinie in Richtung Tor durchbrechenden Ivorer. Doch Lampards flach in die Mitte gepassten Freistoss konnte Nicolas Anelka nicht mustergültig verwenden.

Trainer Carlo Ancelotti gönnte seinem Matchwinner in der 90. Minute den Soloabgang - Salomon Kalou ersetzte den mit Standing Ovations gefeierten Drogba, der nun zwölf Treffer in den letzten zehn Partien gegen die Gunners erzielen konnte. Nach fünf Minuten Nachspielzeit eroberten sich die Blues auch offiziell die Tabellenführung von Manchester United zurück.

Sven Kittelmann

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