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''Es wäre eine billige Entschuldigung...''

Die Young Boys haben den ersten Test auf dem Weg zum herbeigesehnten Meistertitel nicht bestanden. Trainer Vladimir Petkovic gaben einige Dinge zu denken. Das 0:2 habe für sein Team den K.o. bedeutet, danach sei nur noch Basel auf dem Platz gestanden.

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Petkovic vermisste in der für YB schwierigen Schlussphase "Leaderfiguren", die die Verantwortung an sich hätten reissen sollen. Er registrierte Zerfallserscheinungen. "Die letzten beiden Gegentore darf es nicht geben", sagte der kroatisch-schweizerische Doppelbürger. Schon das 0:1 hatte bei ihm Missfallen ausgelöst. Es sei möglicherweise der Knackpunkt gewesen.

Shaqiris Schuss vor dem Penalty, der zum vorentscheidenden Rückschlag führte, bezeichnete Petkovic als haltbar. Eine leichte Kritik an Marco Wölfli war herauszuhören. Aber auch die Offensive vermochte ihn nicht vollends zu überzeugen. Generell habe er in der Dreier-Spitze die Überzeugung vermisst. Alberto Regazzoni sei plötzlich verschwunden, Matar Coly müsse sich künftig in den Zweikämpfen geschickter verhalten und Topskorer Seydou Doumbia sei noch nicht in Top-Form.

"Yapis Fehlen wäre eine billige Entschuldigung"

Trotzdem wollte Petkovic auch Positives registriert haben. Eine Stunde lang sei die Leistung seiner Mannschaft ordentlich gewesen, man habe den Gegner lange dank gutem taktischen Verhalten in Schach gehalten. Zur Absenz seines angeblich verletzten Mittelfeldregisseurs Gilles Yapi meinte Petkovic: "Es wäre eine billige Entschuldigung, sein Fehlen als Grund für die Niederlage anzuführen. Wir hatten an diesem Tag unsere elf besten Spieler." Yapi soll sich heute Montag einer medizinischen Untersuchung unterziehen. Gravierend sei die Verletzung nicht.

Dann blickte Petkovic bereits wieder nach vorne. Befürchtungen, die Niederlage im St.-Jakob-Park könnte einen negativen Effekt haben, weist er zurück. Sein Schützling David Degen, notabene aus dem Kanton Basel-Land stammend und Ex-FCB-Profi, sagte: "Wir waren einfach schlecht, werden aber eine Reaktion zeigen." Am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Luzern will es YB besser machen.

Thorsten Fink: "Ein guter Anfang, mehr nicht"

Petkovics Gegenüber Thorsten Fink verströmte logischerweise mehr Zufriedenheit. "Ich bin froh, dass wir nach der Winterpause gut aus den Startlöchern gekommen sind", resümierte er, "wir wollen sofort wieder in Fahrt kommen." Sie hätten sich vorgenommen, auf Fehler von YB zu hoffen, was belohnt worden sei.

Der Deutsche erhofft sich positive Auswirkungen auf das Selbstvertrauen, zumal jetzt auf Kunstrasen eine schwierige Partie gegen Xamax anstehe. Abheben mochte Fink am Sonntagabend nicht: "Die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden. Der Sieg gegen YB fiel vielleicht um zwei Tore zu hoch aus. In der ersten Halbzeit war alles etwas zäh verlaufen, der Rhythmus fehlt noch. Es ist ein guter Anfang, mehr nicht."

von Marco Ackermann (Si)

 
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