08.02.2010
''Bitte pfeif noch nicht ab''
Kurze Nachspielzeit, Albträume und ein Fluch. In den europäischen Topligen ist auf und neben dem Platz so einiges geschehen. sportal.ch sammelt die interessantesten Fakten und Ereignisse der europäischen Profiligen...
Lazio dem Abstieg nahe
Anfangs Januar gaben die italienischen Medien den Coup bereits als fix: Lazio habe sich den ehemaligen Stürmer von Barcelona Maxi Lopez gesichert. Leider platzte der sicher geglaubte Transfer dann doch, und Maxi Lopez wechselte nach Catania. Am Wochenende kam es in Rom zum Duell der beiden Kellerkinder und was passierte? Nachdem 90 Minuten Lazio das Spiel in der Hand gehalten hatte, erzielte Maxi Lopez den Siegestreffer für Catania. Lazio befindet sich neu auf einem Abstiegsplatz... und die enttäuschten Fans werfen Steine gegen den Mannschaftsbus...
sportal.ch's Fluch über Napoli
sportal.ch zelebrierte erst letzte Woche die Erfolgsserie, die bei Napoli anhielt seit Coach Mazzarri auf der Bank sass. 15 Spieltagen waren die Süditaliener ungeschlagen und kletterten Woche für Woche weiter nach oben. Als hätte sportal.ch einen Fluch über Napoli gelegt, denn zwei Tage nach erscheinen des Artikels stürzte Udinese die Gäste aus Napoli. Nachdem es in der 90. Minute noch 1:1 gestanden hatte, erzielte Udineses Antonio di Natale das 2:1 und das 3:1 und machte seinen Hattrick perfekt.
Ein Albtraum namens Didier
Wenn ein Spieler dem FC Arsenal und seinen Fans Albträume bereitet, ist es sicherlich Didier Drogba. Zehn Tore hatte der Ivorer in den vergangenen neun Pflichtspielen gegen die Gunners erzielt. Im Topspiel an der Stamford Bridge dauerte es am Sonntag ganze acht Minuten bis er erneut traf. Und 23 Minuten waren gespielt, als der Ivorer sich gegen die gesamte Arsenal-Abwehr durchsetzte und den Ball mit links im Tor unterbrachte.
Arshavin sauer
Dass Chelsea 2:0 siegte, war keine Überraschung. Zumindest die 0 bei den Gunners. Wenger stellte nämlich eine Mannschaft ohne Stürmer auf. Andrei Arshavin platzte nach dem Abpfiff der Kragen: „Wenn Arsenal noch Meister werden will, warum stehe ich dann im Sturmzentrum", dampfte der Russe ab. „Ich bin nur 1.73 Meter gross, das ist ein Problem wenn vor mir Verteidiger stehen, die zweimal so gross sind wie ich...". Eduardo, Vela und Van Persie schieden alle verletzt aus,
Zaccheronis (positiver) Einstand
Da fällt auch dem grössten der Optimisten das Glas als halb voll zu betrachten. Juventus' Neo-Coach Alberto Zaccheroni kam in den ersten beiden Liga-Spielen nicht über zwei 1:1-Unentschieden hinaus. Angesichts der verheerenden Schlappen-Serie, die sein Vorgänger Ciro Ferrara erzielt hatte, sind Zaccheronis Resultate doch eher eine Steigerung. Juventus hat nämlich zum ersten Mal seit knapp drei Monaten zwei Pflichtspiele absolviert ohne zu verlieren. Da erkennt man wie tief die alte Dame gefallen ist...
Grenoble furios
Unglaubliches Schützenfest des Schlusslichtes der französischen Liga Grenoble, welche in einem historischen Spiel seinen zweiten Sieg einfährt. Aus 22 Meisterschaftsrunden konnte der Aufsteiger bisher nur mickrige sieben Punkte sammeln und 12 Mal ins Schwarze treffen. Gegen den Tabellenvierten Auxerre holten aber die Spieler von Grenoble all dies auf, was sie verpasst hatten und schickten die Gäste mit einer 5:0-Packung nach Hause... Hätte man zehn Franken drauf getippt, hätte man ganz schön Geld machen können.
„Bitte pfeif noch nicht ab!"
Lange hatte Fussball-Deutschland auf diesen Moment gewartet. Ruud Van Nistelrooy streifte sich zum ersten Mal das HSV-Trikot über und debütierte... als das Spiel bereits zu Ende war. Der Holländer wurde in der 89. Minute eingewechselt und stand während mickrigen 180 Sekunden auf dem Feld ehe das Spiel abgepfiffen wurde. „Ich glaube, das war die kürzeste Einwechslung meiner Karriere. Ich habe den Schiedsrichter gefragt, ob er nicht noch ein paar Minuten länger nachspielen lassen könnte", so van Nistelrooy gegenüber Voetbal International.
Zu neunt oder zu elft - Barça ist unbezwingbar
„Es ist mir egal, ob sie uns mit zehn, neun oder acht Spielern zu Ende spielen lassen, oder ob sie drei Elfmeter gegen uns geben. Dann müssen wir halt vier Tore schiessen", sagte Barca-Trainer Josep Guardiola nach dem 2:1-Erfolg gegen den FC Getafe. Im heimischen Camp Nou hatte der Alles-Gewinner die Partie mit nur neun Spielern beenden müssen. Nachdem Gerard Pique schon nach 25 Minuten nach einem rüden Foul vom Platz geflogen war, folgte ihm Abwehrkollege Rafael Marquez in der Nachspielzeit nach einem von ihm verursachten Elfmeter.
Von Antuan Pace