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Werder hat Respekt vor dem FC Valencia
Werder hat Respekt vor dem FC Valencia
Miguel Angel Angulo und Tim Borowski - zwei gute Freunde

Das Wunder von der Weser ist ein allgemein gültiger Begriff. Dass die Bremer aber auch in der Fremde für Furore sorgen können, bewiesen sie am 07. Dezember 2004. Im letzten Spiel der CL-Gruppenphase schlug Werder die Gastgeber aus Valencia mit 2:0 und zog ins Achtelfinale ein. Nun trifft man sich in der Europa League wieder.

Es war ein denkwürdiges Spiel, das sich beide Mannschaften seinerzeit lieferten. Nelson Valdez sorgte mit zwei späten Treffern für das Happy End, begleitet wurde dieser Erfolg allerdings von Spuckattacken, Rudelbildungen und Anfeindungen von Seiten der spanischen Fans, nachdem Tim Borowski sich mit selbigen angelegt hatte.

Mit dem Happy End vor Augen - das im Achtelfinale mit 2:10 in zwei Spielen gegen Olympique Lyon ein schnelles Ende fand - brachen die Norddeutschen nun auf gen Valencia, wissen aber auch, dass der Tabellendritte der Primera Division nicht unterschätzt werden darf. "Sie gehören zu den Top-Ten-Teams in Europa", erklärte Nationalspieler Per Mertesacker und ergänzte: "Wenn du auf diesem Niveau zu viele Fehler machst und defensiv nicht konsequent stehst, dann hast du keine Chance."

Respekt vor David Villa

"An dem Spiel sieht man, auf was für starke Mannschaften man auch in der Europa League treffen kann", lobte auch Trainer Thomas Schaaf den Gegner: "Valencia steht für Qualität." Der Coach der Bremer sieht das Achtelfinale auf Champions-League-Niveau.

Die Spanier spielten wie Werder in den zurückliegenden Jahren häufig in der Königsklasse des europäischen Clubfussballs und haben mit David Villa einen Weltklasse-Stürmer im Team. "Er ist einer der besten Stürmer in Europa, der fast jedes Jahr in Spanien Torschützenkönig wird", sagte Kapitän Torsten Frings.

"Es ist eine ganz andere Ausgangsposition als gegen Twente, wo wir in die Favoritenrolle gezurrt wurden", erklärte Mertesacker im Rückblick auf die zurückliegende Runde. Trotz einer Niederlage in Enschede erreichte Werder mit einem 4:1-Sieg im Weserstadion relativ mühelos das Achtelfinale.

Lebhafte Erinnerungen bei Borowksi

Trainer Schaaf hat in Valencia eine deutlich grössere Auswahl beim Personal als zuletzt gegen den VfB Stuttgart. Petri Pasanen und Clemens Fritz gehören wieder zum Kader, können die Aussenverteidigerpositionen links und rechts übernehmen. In den Flieger nach Spanien stieg auch Philipp Bargfrede, der im Mittelfeld für den weiter formschwachen Tim Borowski auflaufen dürfte.

"Wichtig ist, dass wir in Valencia gleich dagegenhalten, hinten nichts zulassen, mutig nach vorn spielen und unsere Möglichkeiten konsequent nutzen", forderte Frings: "Dann haben wir die Chance, dort ein gutes Ergebnis zu erzielen." Für den Routinier ist klar: "Natürlich wäre es von Vorteil, wenn wir dort ein Tor erzielen."

Respekt haben die Bremer nicht nur vor den Spielern, sondern auch vor den Fans im engen Estadio Mestalla. "Ich rechne in Valencia mit einer heissen Atmosphäre", sagte Mertesacker. Auch Tim Borowski hat noch lebhafte Erinnerung an das Spiel von 2004: "So etwas habe ich nie wieder erlebt", sagte der Bremer, der wie Pasanen und Daniel Jensen damals schon zum Kader gehörte.

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