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Sio(n) verzückt das Wallis
Svenja Mastroberardino
Von Svenja Mastroberardino
@sport.ch
 
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"Sio(n) verzückt das Wallis!" Zugegeben: Dieses Wortspiel bietet sich geradezu an. Dennoch trifft der Inhalt dieses Satzes genau ins Schwarze. Ein junger Ivorer namens Giovanni Sio ist nämlich drauf und dran, die Herzen der Sittener Anhänger im Sturm zu erobern.

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Eine erste Kostprobe seines Könnens hat Sio bereits im ersten Meisterschaftsspiel gegen die AC Bellinzona abgeliefert. Beim 2:0-Auswärtssieg hatte der Ivorer bei beiden Treffern seine Füsse im Spiel. Auch beim Heimspiel gegen den FC Basel, welches mit 1:2 verloren ging, deutete Sio sein immenses Potential immer wieder an.

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''Er wird uns noch viel Freude bereiten''

Sportchef Frédy Chassot zeigte sich angetan von den Leistungen seines Schützlings. "Vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Bellinzona hat er auf der linken Aussenbahn eine starke Partie gezeigt." In den ersten 45 Minuten spielte Sio auf der für ihn ungewohnten Position als Mittelstürmer. "Der Trainer wollte etwas probieren", so Chassot. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil mit Emile Mpenza die eigentliche Nummer 1 im Angriff fehlte.

Bereits in der letzten Saison hätte man den Rohdiamant gerne in die erste Mannschaft aufgenommen. "Leider war das Ausländerkontingent bereits erschöpft, deshalb hat es erst auf diese Saison hin geklappt", erklärt Chassot. Für die Zukunft verspricht er sich von Sio viel. "Er wird uns noch viel Freude bereiten."

Tolle Saison mit der U21

Zu begeistern wusste Sio schon in der vergangenen Saison - damals allerdings noch im Dress der U21-Mannschaft. Mit seinen Toren schoss er seine Farben auf den sensationellen ersten Platz,  nachdem die Sittener in den Jahren zuvor stets im hinteren Teil der Tabelle herumdümpelten. Sio war dabei der zweitbeste Torschütze, nur Lukas Schneuwly (der Bruder der YB-Spieler Marco und Christian) traf für Düdingen noch öfter ins Schwarze.

Den Schwung scheint Sio nun in die Super League mitgenommen zu haben, falschen Respekt vor grösseren Namen zeigt er auf jeden Fall keinen. Seine frechen Auftritte nehmen die Fans mit Wohlwollen zur Kenntnis.

Bodenständig und intelligent

Für Furore sorgt Sio aber nur auf dem Platz. "Privat ist er ein sehr ruhiger Typ", beschreibt Chassot den Ivorer. "Er ist intelligent und will viel lernen." Sio hänge sich jeden Tag voll rein und sei mit Leib und Seele dabei. "Er ist einfach ein toller Mensch", ist Chassot voll des Lobes. Die Voraussetzungen für weitere Höhenfluge, ohne dabei aber tatsächlich abzuheben, scheinen also gegeben.

Von Svenja Mastroberardino

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