Die US PGA Tour ist mehr denn je der lukrativste Circuit im Individualsport. In der abgelaufenen Saison haben erstmals über 100 Golfprofis mehr als eine Million Dollar verdient.
Der Amerikaner Bill Haas als 104. erspielte sich ein Brutto-Preisgeld von 1 000 939 Dollar.
Der 45-jährige Vijay Singh (Fidschi) war mit 6,6 Millionen Dollar wie schon in den Jahren 2003 und 2004 der Topverdiener. Tiger Woods wurde mit 5,77 Millionen Zweiter, obwohl er die Saison nach dem US Masters im April unterbrochen und nach dem Triumph am US Open im Juni verletzungshalber ganz abgebrochen hatte. Woods spielte 2008 nur gerade sechs Turniere. Singh dagegen trat 23 Mal an, der drittplatzierte Phil Mickelson (5,18 Mio) 21 Mal. Dies unterstreicht die krasse Überlegenheit von Superstar Woods.
Die Preisgeld-Entwicklung im amerikanischen Circuit, angekurbelt von zunehmend lukrativen TV- und Sponsoring-Verträgen, ist schier unglaublich. 1986 gewann der "Weisse Hai" Greg Norman die Jahreswertung mit 653 000 Dollar; heuer musste der wenig bekannte Schotte Martin Laird über 850 000 Dollar herausspielen, um sich als 125. gerade noch die Tourkarte für die nächste Saison zu sichern. 1988 verdiente Curtis Strange als Erster über eine Million Dollar in einer Saison (1,14 Mio), 1996 durchbrach Tom Lehman die 2-Mio-Dollar-Grenze.
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Die heutige unkontrollierte Dollarflut führt dazu, dass zahlreiche hochdotierte Turniere von den Stars kaum noch beachtet werden. (Si/pac)