08.02.2010
Stricker gewinnt und ist die Nummer zwei der Welt

Steve Stricker rettete sich ins Ziel
Es kam, wie es kommen musste - Steve Stricker feierte bei der Northern Trust Open seinen achten Sieg auf der PGA Tour und konnte bei den anschliessenden TV-Interviews seine Freudentränen nicht verbergen. So war es auch bei seinen bisherigen Triumphen auf der Tour.
Der emotionale Ausbruch war sicherlich eine Reaktion auf die grosse Erwartungshaltung an seine Person vor dem Turnier und dem Verlauf der Veranstaltung im kalifornischen Pacific Palisades. Bei seinen letzten 13 Turnierstarts hatte er dreimal gewonnen und war daher der grosse Favorit. Zudem konnte er sich in der Weltrangliste auf den zweiten Platz hinter Tiger Woods verbessern.
Die Angst im Nacken
Drei Tage lang hielt der 42-Jährige dem Druck stand, spielte brillantes Golf. So erkämpfte er sich vor der Schlussrunde einen Vorsprung von sechs Schlägen. Doch dann war es mit der Gelassenheit vorbei. Die Risikobereitschaft bei Stricker war weg und stattdessen versuchte er, seinen Vorsprung zu verteidigen.
Nach fünf gespielten Löchern waren von sechs Schlägen Vorsprung auf Luke Donald nur noch zwei übrig geblieben. "Ich wusste, dass es hart wird. Man spielt ein anderes Spiel als sonst. Man agiert ängstlich", wurde Stricker auf pgatour.com zitiert. Mit zwei Birdies auf den Bahnen acht und neun konnte er für etwas Ruhe sorgen, doch erst ein verwandelter Par-Putt aus über drei Metern an der 15 rettete Stricker endgültig vor einer möglichen bösen Überraschung.
Donald hadert mit dem PutterDer zweitplatzierte Donald kam mit einer starken 66 ins Clubhaus und haderte am Ende ein wenig mit seinem Spiel. "Wäre mein Putter richtig heiss gelaufen, dann hätte ich Steve vielleicht noch einholen können. Aber er hat das Turnier über sehr gut gespielt und ist der verdiente Sieger", sagte Donald.
So konnte Steve Stricker am Ende doch alle Erwartungen erfüllen und setzte seinen erstaunlichen Höhenflug der letzten Monate fort. Seit 1990 ist Stricker inzwischen Profi, doch vier seiner acht Siege feierte er in den letzten Monaten. In der Weltrangliste überholte er nun Phil Mickelson, der als Titelverteidiger über den geteilten 45. Rang nicht hinauskam.