Nach der ärgerlichen Heimniederlage vom letzten Sonntag gegen Montpellier (Fr) ist für Amicitia Zürich der Verbleib in der Champions League nicht mehr möglich. Nun fokussiert sich der Schweizer Meister darauf, im Cupsieger-Cup überwintern zu können.
Die Marschroute für das Team von Robbie Kostadinovich ist klar: Bereits ein Punktgewinn am Samstag (20.15 Uhr) in Bregenz (Ö) würde den Zürchern den 3. Platz in der Gruppe G und die damit verbundene Teilnahme an den Achtelfinals des Cupsieger-Cups im Februar 2009 sichern. Auch wenn Bregenz im letzten Gruppenspiel einen Auswärtssieg in Montpellier erlangt und Amicitia zuhause gegen Ademar Leon (Sp) verliert: bei Punktgleichheit wäre die Direktbegegnung ausschlaggebend. Und da hat Amicitia dank des 35:25-Heimsieges gegen Bregenz deutlich die Nase vorn.
Trainer Kostadinovich hatte zu Beginn der Europacup-Saison von einem realistischen dritten Gruppenrang gesprochen, auch wenn er zugegebenermassen gerne etwas mehr erreicht hätte. Der 3. Rang und die damit verbundene Überwinterung im Europacup liegen inzwischen in Griffweite. Vor allem, weil die Zürcher den österreichischen Meister bereits Anfang Oktober deutlich bezwungen haben, auch wenn sie in den ersten zwanzig Minuten grosse Mühe bekundet hatten. Dieses Mal wird Amicitia von Beginn weg wach sein und sein Tempo von A bis Z durchziehen müssen. Immerhin ist Bregenz mit 10 Siegen aus 11 Spielen immer noch Leader der österreichischen Liga.
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Leistungsabfall verhindern
Amicitia Zürich muss einen erneuten Leistungs-Abfall in der Schlussviertelstunde unbedingt zu verhindern versuchen. In allen Partien gegen die grossen Gruppen-Favoriten Leon und Montpellier führte Amicitia jeweils, brach aber in der Schlussphase komplett ein. Besonders ärgerlich war das 27:28 am letzten Sonntag gegen Montpellier: Amicitia führte zwischenzeitlich sogar mit neun Toren Vorsprung (20:11) und verlor trotzdem noch. (Si/pac)