Die Champions League soll eigentlich die Kür sein, doch für den HSV wird es eher zur Pflicht. Denn in der Bundesliga rennen die Norddeutschen den anderen Teams zur Zeit nur hinterher. Aber in der Königsklasse konnten die Hamburger - wie auch Kiel - den fünften Sieg in Serie einfahren.
Nach der blamablen 26:28-Auswärtsniederlage bei Balingen war der HSV auf Rang zehn zurückgefallen, doch in der Champions League liegt man mit fünf Siegen aus fünf Spielen ungefährdet auf Rang eins der Tabelle der Gruppe D. Auch beim slowakischen Meister Tatran Presov setzte sich das Team von Trainer Martin Schwalb vor 1.500 Zuschauern souverän mit 35:26 (17:13) durch, das Ticket für die Hauptrunde wurde aber schon vorher gelöst.
Hens gibt sein Comeback
Zu Feiern gab es neben dem Sieg auch die Rückkehr von Rückraum-Ass Pascal Hens, der nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback gab. Der 28 Jahre alte Leistungsträger, der sich bei den Olympischen Spielen in Peking einen Bruch des Schienbeinkopfes zugezogen hatte, reihte sich mit seinen drei Treffern in eine überzeugende Mannschaftsleitung des HSV ein.
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Erfolgreichster Schütze der Gäste war Hans Lindberg (7/1). Bei den Slowaken ragte Marian Hunady (7/1) heraus. Positiv für die Hamburger ist die Ausgangslage für die Hauptrunde, denn sie nehmen mindestens 4:0 Punkte mit, die bereits sicher sind. Am Mittwoch empfängt der HSV in der Bundesliga zum Nordderby die SG Flensburg-Handewitt.
"Heute waren drei Punkte ungemein wichtig für uns: Erstens, dass wir uns nach dem Balingen-Spiel wieder positiv präsentieren konnten. Zweitens, dass wir in unserer Gruppe nun sicher Erster und mit 4:0 Punkten in der Hauptrunde sind. Und besonders drittens, dass Pascal Hens wieder für unser Team spielen kann", sagte Rückraumspieler Blazenko Lackovic.
Flensburg ist ebenfalls durch
Auch die Flensburger haben sich durch einen 32:29 (15:15)-Sieg gegen den MKB Veszprem am fünften Spieltag den Einzug in die Hauptrunde der CL gesichert und sind nicht mehr vom ersten Tabellenrang zu verdrängen. Das Hinspiel hatten die Norddeutschen in Ungarn noch knapp mit 28:29 verloren, führen die Tabelle nach fünf Spieltagen mit 8:2 Punkten vor Veszprem (6:4) an.
Die SG tat sich in der Campushalle vor 6210 Zuschauern von Beginn an schwer gegen die aggressive Deckung der Gäste. Die Anfangsphase war geprägt durch Paraden der starken Torhüter. Die Hausherren vergaben zunächst allein fünf hundertprozentige Chancen. Mitte der ersten Hälfte konnte sich die SG nach vier Treffern in Serie absetzen, verlor den Vorsprung jedoch durch Unachtsamkeiten und drei Gegentore innerhalb einer Minute zum Ende des ersten Durchgangs. Nach dem Wechsel blieb die Partie eng. Erst zehn Minuten vor dem Ende konnte sich Flensburg absetzen (28:24) und verteidigte den Vorsprung bis zur Schlusssirene.
Der Gruppenzweite, der ebenfalls in die zweite Gruppenphase einzieht, wird am sechsten und letzten Vorrundenspieltag in der Partie zwischen Veszprem und Haukar Hafnarfjördur ermittelt. Die SG trifft zum Abschluss auf ZTR Zaporoschje. In der zweiten Spiel Partie des Spieltages hatte Haukar bei den zuvor sieglosen Ukrainern mit 15:26 verloren.