09.02.2010
Rogge macht Druck auf Russland

Jacques Rogge mit dem olympischen Feuer
IOC-Präsident Jacques Rogge hat den Olympia-Gastgeber Vancouver gelobt und Russland zu mehr Konsequenz im Anti-Doping-Kampf aufgerufen.
Auch finanziell alles im Lot
"Vancouver ist bereit", erklärte der Belgier in der kanadischen Westküstenmetropole nach dem Abschluss der zweitägigen Sitzung der IOC-Exekutive, "wir haben keinerlei Sorgen." Zudem sei er zuversichtlich, dass das Organisationskomitee VANOC am Ende der Spiele ein ausgeglichenes Budget habe.
Rogge gibt sich entspannt
Der Schneemangel in Cypress Mountain, dem Austragungsort der Skiakrobatik- und Snowboard-Wettbewerbe, dürfe nicht dramatisiert werden. VANOC und der Ski-Weltverband FIS hätten einen reibungslosen Ablauf garantiert. "Wir haben keinen Schneeteppich hier, aber dies sind ja grüne Spiele", scherzte Rogge sichtlich gelassen.
Trotzdem keine Freude an Russland
Vier Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele erhöhte der IOC-Chef den Druck auf Russlands Sportfunktionäre. Die elf russischen Dopingfälle in den vergangenen zwölf Monaten verwundern ihn. "Die Zahlen haben mich verblüfft. Deshalb habe ich mit dem russischen Präsidenten gesprochen. Das zeigt meine Sorge", offenbarte der 67-Jährige. Kreml-Chef Dimitri Medwedew habe ihm in Gesprächen "überzeugende Anti-Doping-Aktionen" zugesichert. (Si/dpa)