Olympia in Peking ist Geschichte, jetzt steht London 2012 im Mittelpunkt des Interesses. Vor allem bewegt auf der Insel die Frage: "Soll Grossbritannien dort mit einer gesamt-britischen Fussball-Mannschaft antreten?" Bisher hatte das Vereinigte Königreich seit 48 Jahren nicht mehr bei den Spielen mitgemacht
Grund ist vor allem die Sorge der Fussballverbände von Schottland, Wales und Nordirland, dass dies ihren eigenständigen Status im Weltfussballverband Fifa untergraben würde. Fifa-Präsident Sepp Blatter hatte in der Vergangenheit angedeutet, es wäre besser, wenn ein "Team GB" für 2012 nur mit Spieler aus England bestückt würde.
Uneinigkeit in der Politik
Premierminister Gordon Brown setzt sich jedoch weiter für eine britische Elf unter der Führung von Manchester-United-Trainer Sir Alex Ferguson ein. Dagegen kritisierte Schottlands Erster Minister Alex Salmond die Idee als "riesiges Eigentor". Brown Vorschlag zeige, wie sehr der Premier, der selbst Schotte ist, das Gespür für die Stimmung in Schottland verloren habe, sagte Salmond, der zugleich Parteiführer der nach Unabhängigkeit strebenden Schottischen Nationalisten ist. Brown sagte dagegen, "das ganze Land" erwarte die Teilnahme eines britischen Fussballteams, wenn die Spiele in London stattfänden.
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Beckham will dabei sein
United-Trainer Ferguson hat sich bislang nicht festgelegt, ob er überhaupt an der Aufgabe interessiert wäre. Immerhin wäre der Erfolgscoach der englischen Premier-League 2012 schon 70 Jahre alt. Das Boulevardblatt Sun brachte zudem David Beckham als Coach einer britischen Elf ins Spiel. Der Stürmer selbst würde gerne mitwirken: "Ich hoffe, wir kriegen das hin 2012 eine gesamtbritische Mannschaft aufzustellen. Ich denke, ich könnte dabei eine gute Rolle spielen." Ob als Spieler oder doch als Trainer, liess er offen.