Am letzten Tag der Paralympics klappte es mit der Goldmedaille für Edith Hunkeler.
Für die Schweizer Delegation sind die Paralympics in Peking mit einem schönen Erfolg zu Ende gegangen. Die Rollstuhlfahrerin Edith Hunkeler gewann im Marathon die Goldmedaille, ihre Kollegin Sandra Graf die bronzene Auszeichnung.
Trotz ihrem Sturz im 5000-m-Rennen letzte Woche zeigte sich Hunkeler in hervorragender Verfassung. In 1:39:59 Stunden gelang der Luzernerin ein Paralympics-Rekord - in einem Marathon, dessen Finale äusserst spannend verlief und in dem fünf Athletinnen innerhalb von fünf Sekunden klassiert waren.
Hunkeler überholte Graf, die den ersten Vorstoss gewagt hatte, 250 m vor dem Ziel und kam so zu ihrer zweiten Medaille nach Bronze am Dienstagabend über 1500 m. "In solchen Augenblicken befindet man sich wie in Trance", sagte Hunkeler, die in ihrer erfolgreichen Karriere zuvor noch nie Paralympics-Gold hatte gewinnen können. "Ein Traum ist Wirklichkeit geworden", freute sich die Luzernerin, die auch von einer gewissen Genugtuung sprach: "Nach meinem schmerzhaften Sturz im Rennen über 5000 m glaubten nur noch wenige Leute an mich." Mit ihrer Leistung zufrieden zeigte sich auch Sandra Graf: "Endlich eine Medaille! Die Farbe spielt keine Rolle."
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Bei den Männern musste sich Heinz Frei nach zwei Goldmedaillen mit dem Handbike mit dem 14. Platz zufrieden geben. Der Solothurner rollte einem dritten Podestplatz entgegen, als er im Stadion in der letzten Kurve das Opfer eines Sturzes wurde. Frei wollte seine Bahn wechseln, nachdem er von einem von den Ereignissen überforderten Kommissär falsch gewiesen worden war.
Schon bei der Einfahrt ins Stadion musste Marcel Hug die Hoffnung auf eine Spitzenklassierung begraben. Der Weltmeister über 10 000 m kollidierte mit einem Gegner. Bereits im Rennen über 1500 m war Hug wegen eines Sturzes um seine Chance gebracht worden.
Mit elf Medaillen - davon drei goldenen - erreichten die Schweizer Behindertensportler bei diesen Paralympics das Minimalziel. Im Medaillenspiegel belegt die Schweizer Delegation den 34. Platz. Für Missionschef Ruedi Spitzli fiel die Bilanz zwiespältig aus: "Wir benötigen mehr finanzielle Mittel, um die Betreuung zu verbessern. Es bedarf grösserer Professionalität, um nicht noch stärker in Rückstand zu geraten. Für mich haben diese Spiele mit ihrem Gigantismus eine neue Aera in der paralympischen Bewegung eingeläutet."