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Allgemeines: 12. Versammlung Sportparlament in Huttwil
Allgemeines: 12. Versammlung Sportparlament in Huttwil
Stephan Netzle, einer von vier Neuen...

Die Wahlen standen im Mittelpunkt des 12. Sportparlaments von Swiss Olympic, der Dachorganisation des Schweizer Sports. 64 der 82 angeschlossenen Fachverbände waren im Nationalen Sportcenter Huttwil vertreten. Alle acht bisherigen, zur Verfügung stehenden Exekutivrats-Mitglieder schafften unter Führung von Präsident Jörg Schild die Wiederwahl erwartungsgemäss problemlos. Dazu wurde neu Max Peter (Lausen) als Vertreter der Stiftung Schweizer Sporthilfe berufen.

Von den zehn Kandidaten für vier frei gewordenen Plätze hatten sich vor der Versammlung Bruno Marazzi (Segeln), Jean-Claude Gsponer (Handball) und Nationalrat Walter Wobmann (Motorradfahrer) zurückgezogen. Neu gewählt wurden Stephan Netzle (Maur ZH), der frühere Ruderweltmeister und Richter am Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne, mit 292 Stimmen vor dem früheren Eishockey-Verbandsdirektor und jetzigen ZSC-CEO Peter Zahner (Wangen bei Dübendorf) mit 259 Stimmen, dem Winterthurer Turn-Repräsentanten und Präsidenten der Parlamentarischen Gruppe Sport Jürg Stahl mit 245 Stimmen und dem Tennis-Verbandspräsidenten René Stammbach (Rüschlikon ZH) mit 239 Stimmen. Trotz Erreichen des absoluten Mehrs blieb Divisionär Jean-François Corminboeuf (Pferdesport-Verband) mit 209 Stimmen auf der Strecke. Albert Frieder (Behindertensport) erhielt 137 Stimmen, Michel Georgiou (Volleyball) 70 Stimmen.

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Wiederum zwei Nationalräte im Gremium

Nach dem turnusbedingten Rücktritt von Ex-Eishockey-Nationalcoach Simon Schenk zog mit Stahl ein anderer Nationalrat neben dem Bisherigen Adrian Amstutz ins höchste Exekutivgremium des Schweizer Sports ein. Dort ist nach dem Ausscheiden von Christine Ungricht (Ex-Tennis-Verbandspräsidentin) mit der früheren Fechterin Isabelle Roch-Pentucci nur noch eine Frau vertreten. Die abtretenden Ungricht, Schenk, Generalsekretär Martin Rutishauser (Handball) und Ex-Turnverbandspräsident Paul Engelmann wurden wie Ernst Strähl speziell geehrt. Der frühere Chefsportlehrer Strähl war Sportkonsulent der beiden letzten Sportminister Adolf Ogi und Samuel Schmid.

Meeting der Bundesrats-Anwärter

Mit Amstutz und der Zürcher Regierungsrätin Rita Fuhrer, der Präsidentin des Schützenverbandes, trafen sich in Huttwil zwei Kandidaten für den Bundesratssitz von Samuel Schmid. Der abtretende Sportminister wurde in Abwesenheit zum Ehrenmitglied von Swiss Olympic gewählt, ebenso wie IOC-Mitglied Denis Oswald, der frühere Ruder-Olympiamedaillengewinner und langjährige Präsident des Ruder-Weltverbandes.

Magere Antidoping-Finanzierung durch den Bund

Präsident Schild schilderte 2008 als "gutes, aber nicht sehr gutes Jahr". Aus sportlicher Sicht sei es erfolgreich verlaufen mit den 6 Olympiamedaillen und 14 Diplomen in Peking als Höhepunkt. Die siebte Medaille (mögliches "Doping-Erbe" für die Springreiter) sei ungewiss, die lange Dauer des Verfahrens für die Athleten "eine Zumutung". Der Fussballverband habe mit der erfolgreichen EURO 2008 bewiesen, dass die Schweiz in der Lage ist, grosse Veranstaltungen durchzuführen; einen gut organisierten Anlass erwartet der Swiss-Olympic-Präsident auch 2009 von der Eishockey-WM. Trotzdem wäre es derzeit nicht sinnvoll für die Schweiz, ins Rennen um Olympische Winterspiele einzusteigen.

Positiv aus der Sicht von Schild waren auch die Schaffung der Organisation Antidoping Schweiz sowie die fortschreitende Integration der Sporthilfe in den Dachverband. Die mangelnde Unterstützung von Swiss Olympic durch den Bund (weltweit einzigartig) bezüglich Dopingbekämpfung sei allerdings ein grosses Manko. Im Weiteren rief Schild das IOC dazu auf, sich auf die ethischen Grundwerte des Sports zurückzubesinnen.

Marc-André Giger, CEO von Swiss Olympic, konnte von guten Zwischenergebnissen der Sportbewegung im Kampf gegen die vom Bund geplante Einführung der Mehrwertsteuer berichten: ehrenamtliche Tätigkeit dürfe nicht bestraft werden.

Finanzmarkt-Auswirkungen bei Swiss Olympic

Die negative Entwicklung der Finanzmärkte wirkte sich schon 2007 bei Swiss Olympic aus. Die Jahresrechnung 2007 schloss mit einem Defizit von 4,46 Millionen Franken, das hauptsächlich dem enttäuschenden Finanzergebnis zuzuschreiben ist. 223´000 Franken betrug dieses Ergebnis, 3´190´500 Franken waren budgetiert. Das Verbandskapital beträgt (immer noch) 42,32 Mio. Mit Sparmassnahmen, einem neuen Reglement über die langfristigen Finanzanlagen und der Entnahme von 1 Mio Franken aus dem Verbandskapital für die Umsetzung des Spitzensport-Konzepts konnte das Defizit für das Budget 2009 auf 630´000 Franken beschränkt werden. (Si)

 
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