Mit zwei vierten Rängen im Sprung und am Stufenbarren zeichnete sich Ariella Kaeslin auch am DTB-Pokal in Stuttgart, der zum Weltcup zählt, als beste Schweizer Turnerin aus.
Obwohl sie im Sprung bei ihrem Olympia-Spezial "Tschussowitina" stürzte und am Stufenbarren eine Sicherheitsübung mit reduziertem Schwierigkeitsgrad zeigte, verpasste sie das Podest nur knapp. Die beiden andern Schweizer Finalisten, Niki Böschenstein und Linda Stämpfli, erreichten am Boden die Ränge 5 und 7.
Die überragenden Turner waren Lokalmatador Fabian Hambüchen und die Chinesin Cheng Fei. Hambüchen siegte am Reck und am Boden, Cheng Fei, der Pechvogel der Olympischen Spiele, sogar in drei Disziplinen. In Peking wurde die fünffache Weltmeisterin zwar Olympiasiegerin mit der Mannschaft, doch an den Geräten blieben ihr als Favoritin weitere Goldmedaillen versagt. Auch am vierten Frauen-Gerät setzte sich mit der Swiss-Cup-Siegerin He Ning eine chinesische Turnerin durch.
In der Champions-Trophy der Mehrkämpfer musste Hambüchen nach einem Sturz am Pauschenpferd Europameister Maxim Dewiatowski (Russ) und dem Japaner Hisashi Mizutori den Vortritt lassen. Niki Böschenstein hielt sie in diesem Klassefeld ausgezeichnet und wurde mit dem persönlichen Bestresultat von 88,800 Punkten Fünfter.(Si/maz)