Sind die fetten Jahre des Schweizer Beachvolleyballs vorbei?
Mit dem World-Tour-Event in Sanya (China) ist am Wochenende die Beachvolleyball-Saison 2008 zu Ende gegangen. Die Schweizer Bilanz fällt ohne einen Podestplatz ernüchternd aus. Mit Martin Laciga/Jan Schnider (19.) ist nur noch eine Equipe (knapp) in den Top 20 zu finden.
Laciga/Schnider erspielten sich in 12 Turnieren 2580 Punkte und 65 800 Dollar Preisgeld. Sascha Heyer und Patrick Heuscher (29.) absolvierten acht Turniere, was ein Total von 1780 Punkten und 43 900 Dollar ergab. 2005 hatten noch drei Schweizer Männer- und ein Frauen-Duo die World Tour unter den besten zehn Teams abgeschlossen. Seither ging es stets abwärts. Vor Jahresfrist war erstmals seit 1996 kein Schweizer Duo mehr in den Top 10 klassiert. Simone Kuhn und ihrer mittlerweile zurückgetretenen Partnerin Lea Schwer reichte es im Ranking der Frauen zu Platz 36; an elf Turnieren gewannen sie 39 600 Dollar.
Mit den Gesamtsiegen auf der World Tour trösten konnten sich die brasilianischen Siegerduos von Gstaad, Harley/Pedro und Ana Paula/Shelda. Wegen der starken landesinternen Konkurrenz hatten die beiden Teams den Saisonhöhepunkt, die Olympischen Spiele in Peking, verpasst.
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Da sie nur zu wenigen Turnieren anreisten, klassierten sich die amerikanischen Olympiasieger Todd Rogers/Phil Dalhausser (6 Turniere/3 Siege) und Kerri Walsh/Misty May-Treanor (3/3) nur im 8. respektive 20. Rang. Ebenfalls ungewohnt weit hinten im Jahresranking sind Ricardo/Emanuel zu finden. Die Brasilianer hatten das Klassement in den letzten fünf Jahren angeführt. Nun mussten sie sich mit dem 5. Rang begnügen.