03.07.2009
''Koksnase'' bei Tour de France startberechtigt

Kann doch an der Tour de France starten: Tom Boonen
Der belgische Strassenmeister Tom Boonen hat vom Sport-Schiedsgericht des französischen Olympischen Komitees grünes Licht für die Teilnahme an der Tour de France erhalten.
Boonen war von den Veranstaltern wegen seiner neuesten Kokain-Affäre als unerwünscht erklärt worden, setzte mittels Rechtsanwalt aber seine Teilnahme durch.
Boonens Arbeitgeber Quick Step hatte sich in erster Instanz an ein Gericht in Nanterre (Fr) gewandt, das sich als nicht zuständig erklärte. Darauf riefen die Belgier das Sport-Schiedsgericht an, das seinen Entscheid dem Rechtsvertreter der Sportgruppe mitteilte.
Die Amaury Sports Organisation (ASO), die Veranstalterin der Tour de France, nahm laut eigener Erklärung Kenntnis vom Entscheid des Gerichts. Die Direktion der Tour gab ihrer Hoffnung Ausdruck, der Strassenweltmeister 2005 werde sich während der Rundfahrt "exemplarisch" verhalten.
Schon letztes Jahr war Boonen den Organisatoren der Tour de France wegen seiner Verwicklung in eine Kokain-Affäre nicht genehm gewesen. Damals hatten die Verantwortlichen von Quick Step den Entscheid akzpetiert. In diesem Frühjahr hatten sie ihren Star nach dem positiven Befund -- nach einer Trainingskontrolle im April -- für vier Wochen suspendiert. Boonen hatte die Tour de France letztmals 2007 bestritten und das grüne Trikot des punktbesten Fahrers gewonnen. (Si)