03.07.2009
Verstärkte Dopingkontrollen bei der Tour

Vermehrte Dopingkontrollen an der Tour de France
In der diesjährigen Tour de France wird eine noch nie da gewesene Anzahl Dopingkontrollen durchgeführt. Nach jeder Etappe müssen sich mindestens acht Fahrer der Kontrolle stellen. Zusammen mit den Tests vor dem Tour-Auftakt werden 520 Proben genommen.
Der Etappensieger und der Gesamterste sind automatisch zur Dopingkontrolle aufgeboten. Die restlichen sechs Profis werden nicht etwa durch das Los ermittelt. Dr. Mario Zorzoli, der Spezialist des Weltverbandes UCI, setzt sich eine halbe Stunde vor der Ankunft mit Jean-Pierre Verdy in Verbindung, dem Direktor der Abteilung Kontrollen der französischen Antidoping-Agentur (AFLD). Dieses Duo trifft die Auswahl der Fahrer nach verschiedenen Kriterien wie dem Verhalten im Rennen oder aufgrund von Informationen verschiedener Quellen. Unabhängig von diesen Tests können die UCI und die AFLD am Abend in den Unterkünften der Fahrer oder am Morgen vor dem Start Dopingkontrollen anordnen.
Von den acht Fahrern, die nach jeder Etappenankunft zur Dopingkontrolle antreten müssen, wird erwartet, dass sie ihrer Verpflichtung innert 30 Minuten nachkommen. Das von den Fahrern genommene Blut wird ans Dopinglabor Lausanne gesandt, wo die Proben auf Eigenblut-Transfusion, Wachstumshormone, Perfluokarbone und EPO Cera untersucht werden. Im Dopinglabor Châtenay-Malabry bei Paris wird im Urin der Athleten nach leistungssteigernden Mitteln wie Stimulanzien, Steroiden, Beta-2-Agonisten und herkömmlichem EPO geforscht. Im Labor in Köln schliesslich steht die Suche nach Insulin im Vordergrund.