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Grosser Exploit von Timea Bacsinszky
Grosser Exploit von Timea Bacsinszky
Bacsinszky mit Trainer Erfan Djahangiri

Unterschiedliche Schicksale für die Schweizerinnen im Viertelfinal des WTA-Turniers von Antwerpen: Timea Bacsinszky bezwang mit Daniela Hantuchova (WTA 8) erstmals eine Top-ten-Spielerin, Patty Schnyder scheiterte hingegen an der Aussenseiterin Karin Knapp (WTA 47).

Bacsinszky führte gegen die Australian-Open-Halbfinalistin 6:2, 4:6, 4:1, als die Slowakin aufgab. Als Belohnung trifft sie nun heute Samstag auf Justine Henin. Die Baselbieterin unterlag der 20-jährigen Italienerin nach zwei Stunden und 21 Minuten 2:6, 7:6 (7:1) und 6:7 (2:7).

Bacsinszkys Bestätigung

Für die 18-jährige Waadtländerin waren der erste Sieg gegen eine Spielerin aus dem erlauchten Kreis der Top ten und die erste Halbfinal-Qualifkation bei einem grossen Profi-Turnier die Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Sie gewann im ersten Satz nach einem 0:2-Rückstand die nächsten sechs Games und holte im zweiten Durchgang ein 0:3 auf, ehe sie nach Spielbällen zum 4:3 noch den Gleichstand hinnehmen musste. Im Finalset war sie dann aber wieder die klar bessere Spielerin.

Die Freude über den grössten Erfolg der Profi-Laufbahn liess sie sich auch nicht durch die Tatsache vermiesen, dass das Tennis-Model aus Poprad nicht in körperlicher Bestform war und wegen Atembeschwerden aufgab. "Natürlich hat sie im ersten Satz schon den Physio verlangt. Aber wenn es nicht mehr gegangen wäre, hätte sie nach dem ersten Satz aufgegeben. Sie hat aber voll weitergekämpft und nach jedem Gewinnschlag die Faust geballt. Diesen Sieg habe ich mir wirklich verdient", so die Qualifierin, die in der ersten Runde des Hauptfeldes gegen Olga Gowortsowa (WRuss, WTA 48) einen Matchball abgewehrt hatte.

Im neuen Ranking vom Montag wird Bacsinszky von Rang 94 in die Gegend von Platz 60 vorstossen und damit ihre bisher beste Platzierung (Platz 88) um Längen verbessern. Von einem Durchbruch mag sie aber nicht sprechen: "Es ist eher eine Bestätigung. In Melbourne hatte ich gegen Sania Mirza viele Chancen, konnte sie aber nicht nützen."

Der Auftritt auf der ganz grossen Bühne, den sie in Melbourne (Sechzehntelfinal gegen Venus Williams) knapp verpasste, bekommt sie nun in Belgien gegen Lokalmatadorin Justine Henin (6:4, 6:3 gegen Alisa Klejbanowa). Ins Duell mit der Weltnummer 1 will sie gelassen gehen: "Ich muss mir einreden, ich spiele gegen irgendeine Gegnerin, nicht gegen die Nummer 1. Hoffentlich kann ich gleich locker spielen."

Schnyders verpasste Chancen

Patty Schnyder wendete zwar im Entscheidungssatz noch einen 0:4-Rückstand zum 6:5, liess dann aber die Chance ungenutzt, mit eigenem Service die Partie zu beenden. Knapp, im Ranking nur die Nummer 47 und damit 34 Positionen hinter der Schweizerin klassiert, hatte sich zunächst vom deutlich verlorenen Tiebreak im zweiten Satz nicht irritieren lassen und war mit zwei Breaks gleich 4:0 davon gezogen. Schnyder schaffte dann aber gegen die nachlassende Südtirolerin ihrerseits zweimal den Service-Durchbruch, blieb im entscheidenden Tiebreak aber chancenlos.

Im zweiten Satz war Schnyder 3:0 und 5:2 in Führung gegangen, musste Knapp aber den Ausgleich zum 5:5 zugestehen. Im Tiebreak erzwang Schnyder mit einem dikussionslosen 7:1 den Entscheidungssatz, wobei sie den siebenten Punkt mit ihrem einzigen Ass in dieser Partie realisierte.

Das bis Antwerpen einzige Aufeinandertreffen auf der WTA-Tour hatte Schnyder gegen die 1,80 m grosse Knapp in der dritten Runde des letztjährigen French Open in drei Sätzen zu ihren Gunsten entschieden. Knapp hat vor der Anreise nach Antwerpen bei ihren ersten drei Turnieren dieses Jahres im Hauptfeld keine einzige Begegnung gewonnen.

 

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