Australian-Open-Sieger Novak Djokovic und der Russe Nikolay Davydenko stehen sich im Endspiel der Tennis-Weltmeisterschaft gegenüber. Der Serbe, der bei seinem Masters Cup- Debüt im vorigen Jahr ohne einen Satzgewinn geblieben war, setzte sich in Shanghai in 2:52 Stunden mit 4:6, 6:3, 7:5 gegen den Franzosen Gilles Simon durch.
Davydenko bezwang den Briten Andy Murray in 1:40 Stunden mit 7:5, 6:2 und profitierte dabei von der Müdigkeit des Schotten, der tags zuvor bei seinem Drei-Stunden-Sieg gegen Titelverteidiger Roger Federer zu viel Kraft gelassen hatte. Für Davydenko und Djokovic, der das Vorrunden-Duell in der Goldenen Gruppe in drei Sätzen gewonnen hat, ist es das erste WM-Finale.
Riesenerfolg für Djokovic
"Dies ist der Masters Cup und die besten acht Spieler des Jahres spielen hier. Es ist ein Riesenerfolg für mich, hier im Endspiel zu stehen", sagte der Weltranglisten-Dritte Djokovic. Während der vor ihm postierte viermalige Champion Federer schon in der Vorrunde ausschied und der spanische Olympiasieger und Branchenprimus Rafael Nadal erst gar nicht anreiste, bewies Djokovic am Ende einer kräftezehrenden Elf-Monate-Saison Stärke.
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Allerdings machten auch dem Serben muskuläre Wehwehchen zu schaffen. Im dritten Satz musste er sich an der linken Wade behandeln lassen, gab nach dem Match aber Entwarnung: "Das war nicht so schlimm. Es waren nur leichte Krämpfe, weil ich so viel laufen musste. Morgen bin ich sicher wieder topfit."
Simon baut nach Verletzung ab
Auch Gilles Simon, der den ersten Satz klar dominierte, musste sich zu Beginn des zweiten Durchgangs am Nacken behandeln lassen und verlor daraufhin völlig seinen Rhythmus. Im ersten Satz hatte er den Serben durch seinen guten ersten Aufschlag noch zur Verzweiflung gebracht und ob seiner Stärke beraubt fand er nicht mehr richtig in die Partie.
Dem Madrid-Sieger Murray fehlte im Gegensatz zu Djokovic die Kraft. Der Tennis-Krimi gegen Federer steckte ihm im Halbfinale gegen den Weltranglisten- Fünften Davydenko offensichtlich noch in den Knochen. Und das nutzte der seit jeher zu den fittesten Spielern auf der ATP-Tour zählende "Dauerläufer" aus Russland gnadenlos aus.