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TENNIS
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Das Ende der Beauty-Ära?
Fabian Vogt
Von Fabian Vogt
@sport.ch
 
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Maria Sharapova flog an den Australian Open in Runde eins raus. Ist das der Karrierebruch für die schöne Russin? Es würde einen Trend fortführen, der vor allem die männlichen Tennisfans schmerzen dürften.

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Früher war alles besser

Was erlebte die WTA für gloreiche Zeiten in den letzten fünf Jahren: Maria Sharapova befand sich auf dem Zenit ihrer Karriere und sorgte mit ihren Schreien, vor allem aber mit ihrem Aussehen dafür, dass Damentennis so populär war, wie selten zuvor. Aber sie war nicht alleine. Denn schnell kamen aus ihrem Schatten andere Russinen, wie Anastasja Myskina und Elene Dementjewa, die ebenfalls sehr appetitlich anzusehen waren.

Den Reigen an die Spitze trieb dann die Serbin Ana Ivanovic, welche im Sommer 2008 Maria Sharaopova als Nummer eins ablöste. Ja,früher war eben doch alles - im wahrsten Sinne des Wortes - schöner.

Ach Anna, warum nur?

Und der WTA-Tour konnte dieses Treiben nur förderlich sein. Denn Frauen sollen zuerst mal gut aussehen und danach erfolgreich Tennis spielen, das bewies Sexbombe Anna Kournikova, die Anfangs des neuen Milleniums Damentennis revolutionierte. Obwohl sie kein einziges Turnier gewann und sie bei ihrer höchsten Klassierung als WTA Nr. 4 geführt wurde, ist sie nach wie vor die am besten verdienende Sportlerin aller Zeiten!

Nach einigen Jahren "Tristesse" kam also eine neue Generation von "Hot-Shots", die aber ausser dem guten Aussehen auch in der Lage waren, Turniere zu gewinnen. Die WTA-Tour boomte. Doch heute reden alle nur noch von Justine Henin, Kim Clijsters und Serena Williams. Was ist passiert?

Karrierestop hoch vier

Als einzige beständig in den Top10 der Welt konnte sich Elene Dementieva halten. Aber auch ihr ist bisher der grosse Titel verwehrt geblieben, Marketingtechnisch also ein nicht sonderlich vorteilhaftes Objekt. Maria Sharapova ist nach diversen Verletzungen weit zurückgefallen, hat sich mittlerweile immerhin wieder auf Rang 16 der Weltrangliste vorgearbeitet. Aber ob sie je wieder den Sprung nach ganz vorne schaffen wird, ist mehr als zweifelhaft.

Schlimmer noch erging es den Zwei anderen: Ana Ivanovic ist heute öfters an ihrem Wohnort Basel anzutreffen als auf den Tenniscourts und auch wenn sie immer noch auf Ranf 23 geführt wird, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie noch einmal völlig beschwerdefrei Tennis spielen kann. Zu schwer waren ihre Verletzungen. Sogar zum Karriereende musste sich Myskina entschliessen, die 2007 verkündete, keine Turniere mehr zu spielen. Ihr Fuss machte nicht mehr mit. Mittlerweile ist die 29-Jährige glückliche Mutter.

Es gibt Hoffnung

Der Preis des schnellen Ruhmes? Man weiss es nicht. Aber die Entwicklung scheint auch bei den Frauen nicht halt zu machen: Grazile Gestalten sind nicht mehr gefragt, Muskeln müssen her. Keine schönen Aussichten für die Männerwelt also - wobei: Es gibt Hoffnung. Zum Beispiel die junge Dänin Carloline Wozniacki, welche sich in den ersten zehn etabliert hat oder dier russische Überraschungs-Viertelfinalistin der Australien Open, Maria Kirilenko. Ein Augenschmaus, alle Beide. Und vielleicht wird die WTA bald erneut mit einer Welle attraktiver Spielerinnen überschwappt, denn sind wir ehrlich: Die, welche heute vorne sind, lassen sich nicht verkaufen. Das ist ein Horror für die Sponsoren und somit auch für die Tour. Bis aber Nachfolgerinnen von Kournikova,  Sharpova, Ivanovic + Co da sind, kann man(n) sich an gutem Tennis erfreuen - und unsere Bildergalerie geniessen.

Von Fabian Vogt

 
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