05.11.2008
Atlético tobt nach 1:1 in Liverpool
Tränen und ein Aufschrei der Empörung hat der "Last-minute-Ausgleich" des FC Liverpool durch einen unberechtigten Elfmeter bei Atlético Madrid ausgelöst. Nach dem 1:1 (1:0) der Spanier in der Champions-League-Partie an der Anfield Road witterten die Medien sogar eine Verschwörung der UEFA gegen den Hauptstadtclub. "Ein neuer Raubüberfall von Michel Platini auf Atlético. Zuerst lässt der UEFA-Präsident die Madrilenen wegen des Olympique-Spiels bestrafen. Dann schickt er ihnen einen unsäglichen Schiedsrichter auf den Hals, der sich in der Nachspielzeit einen Elfmeter ausdenkt", schrieb die Zeitung "Marca". Nach Liverpools Ausgleichstreffer durch Steven Gerrard in der 5. Minute der Nachspielzeit, wodurch Atlético den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale verpasste, vermuteten die Madrider Sportblätter hinter dem Elfmeterpfiff des schwedischen Schiedsrichters Martin Hansson eine Intrige der UEFA. Der Dachverband hatte Atlético wegen Fan-Ausschreitungen beim Spiel gegen Olympique Marseille dazu verurteilt, ein Spiel vor leeren Rängen auszutragen. Schon dies wurde in Spanien als Ungerechtigkeit empfunden, weil die Randale damals nach spanischer Darstellung von französischen Fans ausgelöst worden war.