Selbst für Vonn kam dieser Sieg völlig überraschend!
Noch nie stand Lindsey Vonn, die schon zehn Abfahrten und in der letzten Saison den Gesamtweltcup gewann, im Slalom auf einem Podest. Ihr bestes Resultat in dieser Disziplin ist ein vierter Rang aus dem Jahr 2006 - in Levi. "Ich hätte nie damit gerechnet, in dieser Disziplin ein Rennen zu gewinnen", meinte die 24-jährige Amerikanerin. "Ich hatte mir regelmässige Ergebnisse unter den ersten Zehn als Ziel gesetzt. Jetzt muss ich meine Zielsetzungen überdenken."
Damit meldete Lindsey Vonn eine unmissverständliche Option auf die Verteidigung der grossen Kristallkugel an. Überraschend war nicht nur der Sieg an sich, sondern die Art und Weise, wie sie ihn errang. Nach Bestzeit im ersten Durchgang beklagte sie im zweiten Lauf einen Stillstand, gewann aber trotzdem mit vier Zehnteln Vorsprung vor Maria Pietilä-Holmner. Auch die Schwedin stand zum ersten Mal auf einem Weltcup-Podest. An der WM 2007 im eigenen Land hatte sie indessen im Slalom die Silbermedaille errungen.
Auch die Dritte des Rennens, Maria Riesch, ist eher als Speed- denn als Slalomspezialistin bekannt. Riesch stand zwar schon dreimal auf einem Slalom-Podest, aber erst einmal ausserhalb Levi. Die Österreicherinnen, die vor einem Jahr einen dreifachen Sieg gefeiert hatten, mussten sich mit Rang 4 von Nicole Hosp als bestem Resultat begnügen. Sonst kam nur noch Michaela Kirchgasser als 15. ins Klassement. Die Absenz von Marlies Schild konnte das ÖSV-Team nicht kaschieren.
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Dafür boten die Schweizerinnen eine sehr gute Leistung, obwohl die Teamleaderin Sandra Gini ihre Erwartungen nicht zu erfüllen vermochte. Als 27. im ersten Lauf schied sie im zweiten Lauf aus. Dagegen verblüffte Denise Feierabend auch in ihrem 2. Weltcup-Slalom. Vom 19. Platz vor einem Jahr in Zagreb steigerte sie sich, mit der Startnummer 43, auf Rang 13. Und auch Rabea Grand war noch nie so gut klassiert. In 20 Weltcup-Slaloms war sie dreimal in den Zwanziger-Ränge gefahren. Jetzt fehlten nur acht Hundertstel zu einer Top-Ten-Klassierung. Zehnte war Rabea Grand schon einmal in einer Superkombination gewesen.
Aline Bonjour verpasste die Qualifikation. Marianne Abderhalden schied nach guter Zwischenzeit aus, und Aita Camastral musste wegen Rückenbeschwerden auf einen Start verzichten.