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Junioren WM: Heute keine Medaille
Junioren WM: Heute keine Medaille
Jonas Fravi schied, glücklicherweise unverletzt, aus

An den alpinen Junioren-Weltmeisterschaften in der Mont-Blanc-Region blieb das Schweizer Team in den beiden Abfahrten ohne Medaille. Wendy Holdener verpasste indes als Fünfte das Podium um lediglich 10 Hundertstel.

Juniorinnen fuhren über ihren Erwartungen

In Abwesenheit der wegen ihres Kreuzbandrisses fehlenden Waadtländerin Anne-Sophie Koehn hielten sich die Schweizer Mädchen in Megève über Erwarten gut. Neben Holdener schafften es auch Andrea Thürler (8.) und Jasmin Rothmund (10.) bei besten äusseren Bedingungen in die Top 10. Mit Holdener und Thürler brillierten ausgerechnet die beiden Jüngsten des Teams. Beide sind erst 16-Jährig. "Ein Fehler hat mich eine Medaille gekostet, aber es passt es auch so", befand Holdener nach ihrer Fahrt. Im Europacup hat sie schon sechs Einsätze absolviert, Rang 13 im Januar in St. Moritz war das beste Ergebnis der jungen Schwyzerin aus Unteriberg.

Jonas Fravi out

Weniger gut lief es bei den Junioren, bei denen der noch keinem Swiss-Ski-Kader angehörende Bündner Nico Caprez als Zwölfter bester Schweizer war. Der zum Favoritenkreis zählende Jonas Fravi, 2008 Dritter der Junioren-WM in Formigal in Spanien, riskierte etwas zuviel. Nachdem er am Dienstag im Super-G als Vierter eine weitere Medaille knapp verpasst hatte, kam der Bündner in der Abfahrt zu Fall, glücklicherweise ohne sich gravierend zu verletzen.

Italiener das Mass der Dinge

Der WM-Titel in der Abfahrt, die wegen der schlechten Wetterprognosen um zwei Tage vorverschoben wurde, ging zum dritten Mal in Serie an einen Italiener. Mattia Casse, der im Super-G 18 Hundertstel vor Jonas Fravi Dritter geworden und auch schon zweimal im Weltcup angetreten war, wurde Nachfolger seiner Landsleute Hagen Patscheider und Andy Plank. Casse gewann vor dem Österreicher Frederic Berthold, dem Sohn des in Deutschland als Frauen-Cheftrainer wirkenden Mathias Berthold. Letzter nicht-italienischer Abfahrts-Weltmeister bei den Junioren bleibt übrigens der Berner Oberländer Beat Feuz, der vor drei Jahren in Zauchensee triumpierte.

Bei den Juniorinnen holte sich Jérômine Geroudet, die Zweite des Super-G, die Goldmedaille in der Abfahrt. Damit steht Frankreich an den WM im eigenen Land bereits mit vier Titeln zu Buch.

Resultate in der Übersicht:

Junioren-WM in Frankreich. Abfahrten in Megève. Junioren: 1. Mattia Casse (It) 1:19,32. 2. Frederic Berthold (Ö) 0,11 zurück. 3. Bostjan Kline (Sln) 0,13. Ferner die Schweizer: 12. Nico Caprez 0,77. 23. Manuel Pleisch 1,24. 27. Justin Murisier 1,42. -- 88 Fahrer gestartet, 79 klassiert. -- Ausgeschieden u.a.: Jonas Fravi.

Juniorinnen: 1. Jérômine Geroudet (Fr) 1:20,89. 2. Jessica Depauli (Ö) 0,99. 3. Lotte Smiseth Sejersted (No) 1,16. Ferner die Schweizerinnen: 5. Wendy Holdener 1,26. 8. Andrea Thürler 1,43. 10. Jasmin Rothmund 1,53. 16. Priska Nufer 1,80. 17. Jasmine Flury 1,83. 19. Nadja Vogel 1,86. -- 55 Fahrerinnen gestartet, 50 klassiert. (Si)

 
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