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''Iceman'' vs. ''Blitz'': Wer ist der König?
Mathias Germann
Von Mathias Germann
@sport.ch
 
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Dank zwei guten Klassierungen in Abfahrt und Super-G am letzten Wochenende holte Carlo Janka im Gesamklassement mächtig auf. Nur noch 46 Punkte beträgt die Differenz zum Führenden Benjamin Raich.

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Showdown: 4 Rennen in 4 Tagen

Vor dem Weltcup-Final in Garmisch fragt sich die Ski-Welt: Kann der Obersaxer dem Routinier aus Österreich noch einmal gefährlich werden? In den nächsten 4 Tagen fällt die Entscheidung. Zuerst die Abfahrt (Mittwoch), dann der Super-G (Donnerstag), der Riesenslalom (Freitag) und schliesslich der Slalom (Samstag).

Weiterführende Links:
 
  LIVE: Abfahrt (MI, 09:15)
  Weltcup-Gesamtstand
 

sportal.ch wird nach jedem Rennen die Ausgangslage beim Kampf um die wertvollste aller Kristallkugeln neu unter die Lupe nehmen: Wie haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben? Wer ist wie gut drauf? Was ist vom nächsten Rennen zu erwarten?

Was spricht für Janka, was für Raich?

Zuerst gilt es, die Ausgangslage vor der berühmten Kandahar-Abfahrt zu skizzieren. Dass Janka grundsätzlich der bessere Abfahrer ist, steht ausser Frage. Es geht aber für den Schweizer vor allem darum, kräftig Punkte gutzumachen gegenüber seinem Widersacher. Mit diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie viel wird Janka an Boden gutmachen, wenn am Kreuzjoch die Zeitmessung ausgelöst wird?

Das spricht dafür, dass Janka die Führung im Gesamtweltcup übernimmt...

  • Formstand: Janka hat in Kvitfjell bewiesen, dass er die Olympischen Spiele und den Rummel um seine Person nach dem Gewinn der Goldmedaille gut verkraftet hat
  • Piste: Die 1690 Meter, welche vom Start bis ins Ziel zurückgelegt werden müssen, sind alles andere als ein Spaziergang. Zwar ist die Abfahrt von Garmisch von Aussen betrachtet nicht so spektakulär wie die Streif oder das Lauberhorn. Wenn aber die Fahrer durch die Streckenabschnitte ''Seele'', ''Tröglhang'', ''Olmpia-Kurve'' und ''Freier Fall'' düsen, braucht es grosse Überwindung. Die hohen Tempi und die tiefen Temperaturen, welche ein sehr aggressiven Schnee entstehen lassen, sprechen für Janka.
  • Unbekümmertheit: Janka hat bereits eine tolle Saison hinter sich, welche er in Vancouver vergoldet hat. Der ''Mann ohne Nerven'' muss nicht - kann aber den Gesamtweltcup gewinnen. Diese Gewissheit beflügelt.

Das spricht dafür, dass Raich die Führung im Gesamtweltcup behält...

  • Polster: 46 Punkte sind eine Menge Holz, wenn man diese in nur einem Rennen aufholen will. Janka muss also mindestens Vierter (50 Punkte) werden, will er Raich bereits nach der Abfahrt überholen. In diesem Fall dürfte ''Benni'' aber nicht in den ersten 15 platziert sein, sonst würde es nicht reichen.
  • Erfahrung: Raich weiss genau, was es braucht, um in den entscheidenden Momenten zuzuschlagen. Der 32-Jährige ist dem acht Jahre jüngeren Janka deutlich überlegen, wenn es darum geht, überlegt zu fahren. Raich kann das Risiko so dosieren, dass er sicher ins Ziel kommt und doch immer noch schnell ist.
  • Motivation: Raich wurde letztmals 2006 Sieger im Gesamtweltcup, seither hat er ein wenig das Image des ''ewigen Zweiten''. Da er bei den Olympischen Spielen medaillenlos blieb, ist er nun ''hungriger'' als Janka - das kommt ihm zugute.

Man darf auf den Showdown in der Abfahrt gespannt sein. Für einmal gibt es dabei aufgrund des Standes im Gesamtweltcup ein echtes ''Rennen im Rennen''. Doppelte Spannung also - uns kann's recht sein.

Von Mathias Germann

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