15.01.2010
Stefanie Vögele: ''Ich bin bereit!''

Stefanie Vögele: ''Bin überzeugt, dass ich Czink schlagen kann!''
Hallo aus Australien
Mittlerweile bin ich schon fast eine Woche in Melbourne, wo am Montag die Australian Open beginnen werden. Die letzten Wochen liefen für mich etwas durchzogen. In Auckland schied ich leider schon in der ersten Runde aus. Es war aber ein enges und intensives Match und ich habe mich sehr gut gefühlt. Dasselbe in Sydney, wo ich die Qualifikation fürs Hauptfeld leider verpasst habe. Dennoch bin ich zuversichtlich: Ich fühle mich topfit und voller Tatendrang. Die Verletzung, die mich Ende des letzten Jahres noch geplagt hat, ist definitiv ausgeheilt.
Im Hauptfeld bin ich in Melbourne zum ersten Mal dabei. Das Tolle hier ist, dass alles so nahe beisammen ist. Ich kann vom Hotel fast zu Fuss zur Anlage gehen. Das ist bei den anderen Grand Slams anders, da muss man zum Teil bis zu einer Stunde Autofahren, bis man auf der Anlage ist. Generell ist hier alles ziemlich entspannt und nicht so hektisch, sodass ich mich voll und ganz aufs Tennis konzentrieren kann.
Ich wohne mit meinem Coach Ivo Werner in einem Hotel. Wir Spieler bekommen von den Organisatoren vor dem Turnier jeweils eine Liste mit Hotels und Apartments, aus welcher wir dann eines aussuchen können. So ist es oft der Fall, dass man mit anderen Spieler/innen im selben Hotel schläft. Hier in Melbourne ist zum Beispiel Vera Zwonarewa meine „Mitbewohnerin" und auch ein paar Herren laufen mir ab und zu über den Weg.
Mit der Auslosung bin ich ganz zufrieden. Ich treffe in der ersten Runde auf die Ungarin Melinda Czink. Wir haben schon ein paar Mal zusammen trainiert, gegeneinander gespielt haben wir allerdings noch nie. Es ist noch speziell, da sie Linkshänderin ist. Deshalb haben Ivo und ich für die Trainings am Sonntag und am Montag eine Linkshänderin ausgewählt. Wir werden jeweils eine Stunde lang um Punkte spielen. Das ist zwar sehr intensiv, aber genau richtig im Hinblick auf mein erstes Match vom Dienstag. Ich muss mich auf eine Linkshänderin einstellen, vor allem beim Aufschlag. Czink ist eine gute Spielerin aber ich bin überzeugt, dass ich sie schlagen kann.
Die Temperaturen hier sind im Moment sehr angenehm. Noch vor einer Woche hatte es allerdings 43 Grad, das ist schon extrem. Momentan sind es so um die 30 Grad. Das ist das Spezielle hier: Man weiss nie, was kommt. Am einen Tag kann es super heiss sein, am nächsten schon fast wieder kühl. Zudem weht hier oft ein Wind. Darauf muss ich mich aber einstellen können, das gehört zum Leben eines Profis dazu.
Am Dienstag geht es also los! Ich freue mich und hoffe, dass ihr mir die Daumen drückt!
Bis bald
Eure Stefanie